17.02.2017 16:54 |

Projekt unausgereift

Behörden bremsen bei geplanter Gletscher-Ehe

Große Hoffnungen setzt man vor allem im Pitztal in die geplante Skigebiets-Verbindung zum Ötztal. Die Gletscher-Ehe muss aber erst durch die Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP). Diese könnte sich nun erheblich verzögern. Denn für die Behörden sind bei dem Millionenprojekt noch viel zu viele Fragen offen.

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Als im Juni des Vorjahres Hans Rubatscher (GF Pitztaler Gletscherbahn) und Jakob Falkner (GF Bergbahnen Sölden) das Projekt für einen Zusammenschluss der beiden Gletscherskigebiete präsentierten, sah es ganz nach einem ausgereiften weil überaus detailreichen Plan der ILF Consulting Engineers aus. 7000 Seiten Projektunterlagen sind eine Menge Papier!

Über den Linken Fernerkogel soll zusammenwachsen, was laut Rubatscher und Falkner zusammen gehört. Eine neue Bergstation 100 Meter unterhalb der Braunschweiger Hütte gehört ebenso zum Plan wie eine Erweiterung der Pistenfläche um 64 Hektar und drei neuen Bahnen. Gesamtkosten des Projekts: rund 120 Millionen Euro.

Lieber heute als morgen möchten die Projektwerber mit dem Bau beginnen. Doch es könnte übermorgen oder sogar der St. Nimmerleinstag werden. Denn die zur Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) eingereichten Pläne lassen für die zuständigen Beamten zu viele Fragen offen. "Ja, es wurde ein Verbesserungsauftrag an die Projektwerber erteilt", wird in der Landesumweltabteilung bestätigt.

Dem Vernehmen nach soll das Projekt in nahezu allen Bereichen unausgereift sein. Geologie, Umweltschutz und auch die stets betonte wirtschaftliche Notwendigkeit für das strukturschwache Pitztal sehen die Behörden noch zu wenig begründet. Insider halten es für wenig wahrscheinlich, dass die nötigen Unterlagen bis zum Stichtag am 15. Juli da sind.

Die Projektwerber sind hingegen zuversichtlich. Man stehe im engen Kontakt mit den Behörden, um offene Fragen zu klären. "Wir werden die nötigen Unterlagen bis zum vorgegebenen Termin abgeben", heißt es.

Claudia Thurner, Kronenzeitung

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