Do, 18. April 2019
01.02.2017 12:15

Insider packen aus

So blüht der Handel mit Firmeninterna im Darknet

Der Handel mit Drogen, Waffen oder etwa Kreditkartendaten im Darknet blüht. Immer öfter gefragt sind im Schatteninternet aber auch Firmengeheimnisse, wie eine Analyse zweier Sicherheitsfirmen zeigt. Gezielt gesucht werden etwa Mitarbeiter von Banken, die diese mit Malware infizieren.

"Monetizing the Insider", auf Deutsch etwa "Wie man mit Insidern Geld macht", heißt die Studie der beiden Sicherheitsfirmen Redowl und Intsights über die "wachsende Symbiose zwischen Insidern und dem Darknet".

Die Firmen konnten demnach in den dunklen Hinterecken des Internets ein Forum ausfindig machen, in dem Mitarbeiter für eine Kommission anonym Geschäftsgeheimnisse preisgeben können. Wer diese erfahren möchte, muss zahlen: Die Mitgliedschaft für das Forum kostet einen Bitcoin, umgerechnet derzeit rund 900 Euro, wie Golem.de berichtet.

Geboten würden beispielsweise aktienkursrelevante Informationen, die dann genutzt werden könnten, um rechtzeitig Aktiengeschäfte abzuschließen, so die Website unter Berufung auf die Studie. Gesucht werden aber auch Insider aus anderen Sparten. In einem Posting seien etwa Kassenmitarbeiter einer Kaufhauskette gesucht worden, die Gehilfen von Kreditkartenfälschern - sogenannten Mules - mehrere iPhones verkaufen (Screenshot unten).

In anderen Fällen sollen Anwerber laut Golem.de versucht haben, Mitarbeiter in Banken zu finden, um in diesen unter Umgehung von Firewalls und anderen Sicherheitsvorkehrungen Malware zu installieren. Das Geschäft dürfte jedenfalls gut laufen: Das sogenannte Bitcoin-Wallet - eine Art digitale Geldbörse für die virtuelle Währung - des Marktplatzes habe einen Gegenwert von rund 180.000 US-Dollar, hieß es.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle

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