Achtung, rutschig!

Blitzeis: Unfallserie auf spiegelglatten Straßen

Österreich
31.01.2017 16:15

Obacht heißt es auf Österreichs Straßen: Nach dem Schneechaos am Montag - vielerorts stand der Räumdienst im Dauereinsatz - kam es am Dienstag aufgrund von Glatt- und Blitzeisbildung zu einer ganzen Serie von Autounfällen, der Großteil war dabei auf überhöhte und nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit zurückzuführen. Den gesamten Tag über sollte es immer wieder zu Regen- sowie Schneefällen kommen. Da der Niederschlag dabei auf gefrorenen Boden traf, wurden Straßen und Gehwege zur Rutschpartie.

Zumindest im Süden sowie Südosten ließ sich die Sonne zu einem kurzen Gastspiel hinreißen. Im restlichen Österreich präsentierte sich der Dienstag wolkenverhangen, immer wieder setzte Regen oder Schneefall ein. Der Schwerpunkt lag dabei an der Alpennordseite, aber auch in Salzburg und Oberösterreich regnete und schneite es noch am Nachmittag. Die Schneefallgrenze bewegte sich zwischen tiefen Lagen im Osten und um 1500 Meter im Westen.

(Bild: Einsatzdoku.at, thinkstockphotos.de)
(Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER (Symbolbild))

Rutschpartie auf Österreichs Straßen
Generell herrscht im ganzen Land Glatteisgefahr, die Straßen können stellenweise spiegelglatt sein. Autofahrer sollten daher besonders vorsichtig sein und ihr Fahrverhalten den Bedingungen anpassen.

Wie tückisch und gefährlich die Glätte sein kann, zeigte sich bereits in der Nacht und in den frühen Morgenstunden. So verlor in Niederösterreich bei Feistritz am Wechsel eine Autofahrerin die Kontrolle über ihren Wagen, geriet ins Schleudern und überschlug sich mit dem Pkw. Die Lenkerin konnte das völlig ramponierte Fahrzeug jedoch unverletzt verlassen.

(Bild: Einsatzdoku.at)

Auch im Bezirk Baden musste die Feuerwehr zu Verkehrsunfällen ausrücken. So kam bei Sooß ein Lenker aufgrund von Glatteis und unangepasster Geschwindigkeit mit seinem Wagen von der Straße ab und durchbrach mehrere Rebstockzeilen in einem angrenzenden Weingarten, um danach erneut die Fahrbahn zu queren. Erst im gegenüberliegenden Straßengraben kam das Auto dann endlich zum Stillstand. Der Fahrer blieb unverletzt.

(Bild: Freiwillige Feuerwehr Baden Weikersdorf/Gerhard Filip)

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch einen Fahrzeuglenker bei Tattendorf. Der Fahrer schlitterte in einer Kurve - er war laut Feuerwehr offenbar zu schnell unterwegs - von der Fahrbahn und landete in einem Straßengraben. Der Pkw touchierte dabei einen E-Mast und prallte zudem auch noch gegen ein Verkehrszeichen. Doch auch in diesem Fall hatte der Lenker Glück im Unglück - sein VW-Golf wurde zwar schwer beschädigt, der Mann selbst kam unverletzt davon.

(Bild: Freiwillige Feuerwehr Tattendorf)

Unfälle auch in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich kam es in den Nachtstunden zu einem Unfall auf eisglatter Straße. Insgesamt vier Fahrzeuge - zwei Lkw und zwei Pkw - waren in die Karambolage auf der Altheimer Landesstraße bei Sankt Peter am Hart verwickelt. Verletzte gab es laut Polizei aber auch hier nicht zu beklagen.

Auch die Asfinag berichtete am Dienstagmorgen von zwei Unfällen, in die jeweils ein Einsatzfahrzeug der Autobahnmeisterei verwickelt war. So fuhr etwa im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck ein 49 Jahre alter Lkw-Fahrer einem Räumfahrzeug hinten auf - dessen 58-jähriger Fahrer wurde verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert.

Mehrere Schutzengel hatte zudem eine Autolenkerin in Hörsching im Bezirk Linz-Land bei sich. Wegen extremer Glätte kam sie mit ihrem Wagen von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug stürzte daraufhin in den Mühlbach und wurde mehrere Meter von der Strömung abgetrieben. Die Frau konnte sich gerade noch rechtzeitig selbst aus dem Wagen befreien, ehe der Pkw gänzlich in den Fluten versank. Das Opfer blieb laut Feuerwehr offenbar unverletzt, war aber unterkühlt und wurde deshalb vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, während das Fahrzeug per Kran aus dem Wasser gehoben wurde.

(Bild: FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR)

"Bitte viel Disziplin mitbringen"
"Bei diesen Bedingungen müssen alle Autofahrerinnen und Autofahrer bitte viel Disziplin mitbringen", appelliert Asfinag-Chef Heimo Maier-Farkas, zudem solle "unbedingt Abstand" zu Streufahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern gehalten werden.

Doch auch Fußgänger sind vor einer unfreiwilligen Rutschpartie nicht gefeit. Daher sollten Passanten auf den Gehwegen unbedingt vorsichtig sein.

(Bild: APA/ROBERT JÄGER (Symbolbild))

Quecksilber klettert in den Plusbereich
Allerdings gibt es in puncto Temperaturen schon etwas bessere Nachrichten als zuletzt. So kletterte das Quecksilber mancherorts bereits am Dienstag in den Plusbereich. In der Früh wurden zwischen minus 11 und plus 5 Grad erreicht, die Tageshöchsttemperaturen lagen zwischen minus 6 und plus 8 Grad.

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