Mi, 26. September 2018

Müll und Fäkalien

25.01.2017 15:56

Illegales Schlaflager unter der Autobahn geräumt

Kleidungsstücke, Möbel, Decken, Tablettenschachteln, Vodka-Flaschen und sogar ein altes Auto: Am Wiltenberg - unterhalb der A12 bei Innsbruck West - türmten sich riesige Müllberge. Feuerstellen und eine Latrine weisen darauf hin, dass der "Schandfleck" wohl als Schlaflager diente. Nun räumte die Asfinag auf.

Der Anblick ist erschreckend. Unterhalb der Autobahn nahe der Ausfahrt Innsbruck West sieht es aus wie auf einer riesigen Müllhalde. Kein Einzelfall! "Unsere Mitarbeiter entdecken in ganz Tirol immer wieder derartige Lagerplätze, die mit Müll übersät sind", weiß Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl. In Innsbruck sah sich der Autobahnbetreiber nun aber gezwungen, das Lager zu räumen. "Allein schon aus Sicherheitsgründen, unter der Autobahn ist einfach kein Platz zum Übernachten", sagt Holzedl.

Aufräumer fühlen sich von Behörde im Stich gelassen

Und so waren Mittwoch Früh Autobahnmeister Bertram Grießer und sein Team damit beschäftigt, haufenweise Müll und Fäkalien zu beseitigen - und das, obwohl die Autobahnbenutzer für den Schandfleck gar nicht verantwortlich sind. Grießer vermutet hinter den Verursachern Mitglieder der kriminellen Nordafrikaner-Szene und wohl auch illegale Flüchtlinge, die dort bei Einbruch der Dunkelheit ihre Zelte aufschlagen und den Müll zurücklassen. "Wir sind auch auf eine Latrine gestoßen", war der Autobahnmeister überrascht. Besonders verärgert ist Grießer, dass eine Tür mutwillig aufgebrochen wurde. "Wir haben nun Vorkehrungen getroffen, die den Zutritt unterbinden. Früher oder später wird man aber wohl die ganze Gegend großräumig abzäunen müssen." Von der Polizei und der Stadt Innsbruck fühlt man sich "schon etwas im Stich gelassen".

Auch Auto lag zwischen Sträuchern

Weggeräumt wurden vor allem lebensnotwendige Dinge wie Kleidung oder Decken, aber auch Alkoholika. Kurios: Unter den Sträuchern entdeckten die Asfinag-Mitarbeiter auch ein altes Auto. "Dabei handelt es sich allerdings um eine Altlast, aber natürlich haben wir auch diese beseitigt."

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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