Fr, 14. Dezember 2018

Wegen Terrorangst:

13.01.2017 15:57

Viele Urlaubsländer feiern glänzendes Comeback

Alles hat bekanntlich zwei Seiten! So auch die Reisebranche. Durch Terror und Angst wurde die Rangliste der beliebten Ziele auf den Kopf gestellt. Aus der Mode gewesene Ziele wie Italien, Kroatien, Deutschland und Österreich feiern glänzende Comebacks. Die Verlierer heißen Ägypten, Marokko und die Türkei.

"Die Sicherheit steht so wie noch nie zuvor im Fokus der Reisenden", betont Andreas Kröll, Obmann und Sprecher der Tiroler Reisebüros. Um so klarer ist, dass Länder wie Ägypten, Marokko und die Türkei, die mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis der Konkurrenz früher das Nachsehen gaben, nunmehr weg vom Fenster sind. Oder wie es Kröll sagt: "Die Türkei scheidet für Familien aus Sicherheitsgründen aus. Sie steht mittlerweile total im Out."

Die Türkei als großer Verlierer
Wo es Verlierer gibt, da sind bekanntlich auch Gewinner. Zu den Siegern zählen Länder wie Italien, Kroatien, Deutschland und auch Österreich mit Tirol - sie alle sind sicher mit Pkw, Bus etc. erreichbar. Bei den Flugzielen sind Portugal, teils Griechenland sowie Spanien bzw. die Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza) und Kanaren (Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria) Gewinner.

Reiseländer, die "in" sind, ziehen bei Kosten an
Interessant ist auch, dass das Budget für den Urlaub einer vierköpfigen Familie angestiegen ist. Waren es früher an die 2000 € für zehn Tage, spricht Kröll nun von etwa 3300 €. Der Grund: "Durch die Steuerreform haben die Menschen mehr Geld und Kaufkraft." So ist auch zu erklären, dass ein Trend hin zu Zweit-, Dritt- und sogar Viert-Urlauben besteht. Dieser kommt Städten (Prag, Berlin, London, Rom), aber auch Wellnessregionen zu Gute.
Die schlechte Nachricht für Reiselustige: Natürlich ziehen die Länder, die nun "in" sind, mit den Preisen an. Mit drei bis vier Prozent an höheren Kosten müsse man rechnen, sagt Kröll.
Die Reisebranche in Tirol mit 292 Betrieben beschäftigt an ihren 673 Standorten rund 2200 Mitarbeiter.

Claus Meinert, Kronen-Zeitung

Claus Meinert
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