Sa, 18. August 2018

Haarsträubend!

10.01.2017 12:58

Arbeitsinspektor fordert Intim-Waxing mit Aussicht

Vorschrift ist Vorschrift - doch manchmal treibt das wahrlich seltsame Blüten. Eine solche Erfahrung hat nun die Inhaberin eines Beauty-Salons in der Wiener Innenstadt machen müssen. Die bekam nämlich Besuch vom Arbeitsinspektorat, und das hatte zumindest in einem Punkt Grund zur Klage: Die Räume, in denen Intim-Waxing durchgeführt wird (ein doch sehr intimer Akt), bieten für Mitarbeiter keine Sicht ins Freie - so will es aber das Gesetz. Deshalb bekam die Frau gewaltig Ärger. Ihrem eigenen machte sie daraufhin auf Facebook Luft.

"Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser", ärgert sich die ehemalige Miss Earth Austria Katia Wagner auf ihrer Facebook-Seite. So wurde ihr vom Arbeitsinspektorat laut eigenen Angaben auferlegt, in jenen Kabinen, in denen Intim-Enthaarungen durchgeführt werden, "Sichtkontakt ins Freie" zu gewährleisten - zum Schutz der Angestellten und Mitarbeiter, Stichwort: Tageslicht.

Für die Kundinnen und Kunden eines Beauty-Salons, die sich gerade im Intimbereich einem Waxing (schon so bereits schmerzhaft genug) unterziehen lassen, ist das natürlich ein Albtraum. Der Großteil möchte bei dieser intimen Angelegenheit wohl gern auf Gaffer verzichten.

"Die ersten 10 Inspektoren bekommen gratis Pofalten-Waxing"
Wagner reagierte auf Facebook auf das Ansinnen des Inspektorats jedenfalls mit einer großen Portion Humor: "Die ersten 10 ArbeitsinspektorInnen, die mir beweisen, dass ich offenbar zu prüde bin, um diese Anordnung zu verstehen, und die zu einem Intim-Waxing in der Auslage bei uns heute vorbeikommen, erhalten ein Pofalten-Waxing gratis dazu!"

Rasch verbreitete sich das Posting in den sozialen Netzwerken, und bald fand sich auch der eine oder andere, der Wagner mit Rat zur Seite stand: Lichtdurchlässige Sichtschutzfolie etwa könnte das Gaffer-Problem rasch lösen. Unterm Strich ist das Ganze dennoch haarsträubend.

 krone.at
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