Sa, 22. September 2018

Flughafen-Schießerei

08.01.2017 09:01

Mörder von Fort Lauderdale droht die Todesstrafe

Esteban Santiago erschoss am Freitag fünf Menschen auf dem Flughafen der US-Stadt Fort Lauderdale - nun droht dem 26-Jährigen die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft habe mehrere Verfahren gegen den Ex-Soldaten eingeleitet, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf das Justizministerium. Bei einer Verurteilung droht dem als psychisch krank geltenden Mann die Todesstrafe.

Der ehemalige Nationalgardist und Irak-Veteran eröffnete am Freitag an einer Gepäckausgabe auf dem Flughafen in Florida das Feuer. Seine Waffe hatte er legal im Gepäck. Fünf Menschen waren sofort tot, sechs wurden laut Polizeiangaben verletzt in Krankenhäuser gebracht - einige von ihnen hatten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Santiago selbst wurde am Tatort festgenommen.

Das FBI berichtete von offenbar wirren Äußerungen des Täters bei einem bizarren Besuch in einem Büro der Bundespolizei im November. Damals soll er behauptet haben, Stimmen würden ihm befehlen, für die Terrormiliz IS zu kämpfen. Die Beamten brachten den Mann daraufhin in die Psychiatrie.

Schusswaffe nach Psychiatrie-Aufenthalt zurückbekommen
Damals wurde ihm auch eine Schusswaffe abgenommen, die er nach einem psychologischen Gutachten aber zurückbekam. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass es sich dabei um die spätere Tatwaffe gehandelt habe. Warum er überhaupt wieder entlassen wurde, ist unklar. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte der FBI-Beamte George Piro. Es habe allerdings bisher keine Hinweise auf eine Radikalisierung gegeben. Die Vernehmungen des Tatverdächtigen seien bereits abgeschlossen, der Mann habe sich dabei "kooperativ" verhalten.

Die Tat hatte der 26-Jährige offenbar perfide geplant: Nach seiner Festnahme habe Santiago den Ermittlern gesagt, er habe ein einfaches Flugticket nach Fort Lauderdale gekauft, wie der "Sun Sentinel" am Samstagabend unter Berufung auf Gerichtsdokumente schrieb. Der Schütze soll am Montag erstmals vor einem Richter erscheinen.

 krone.at
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