Fr, 17. August 2018

Alpindrama

27.11.2016 13:53

Tourengeher stirbt unter Lawine im hinteren Ötztal

Ein Toter, zwei Schwerst- und zwei Leichtverletzte: Das ist die traurige Bilanz eines Lawinenabgangs Samstag Mittag in Obergurgl! Eine zehnköpfige Skitouren-Gruppe aus Holland löste die Schneemassen im Verwalltal auf rund 3000 Metern aus. Vier Personen wurden verschüttet. Für einen Wintersportler kam jede Hilfe zu spät, er erlag seinen Verletzungen noch am Unglücksort.

Das Unglück ereignete sich kurz nach 12.30 Uhr im Verwalltal im Bereich des Ferwallferners auf rund 3000 Metern Seehöhe. "Eine zehnköpfige Skitouren-Gruppe aus Holland befand sich im Aufstieg. Ein bestimmtes Ziel gab es offenbar nicht", schildert Ronald Ribis, Chef der Bergrettung Obergurgl, im Gespräch mit der "Krone". Vermutlich aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse dürfte die Gruppe in steiles und felsdurchsetztes Gelände geraten sein. Dort löste sich dann die Lawine und riss einige der Skitourengeher mit.

Laut Ribis wurden zwei Personen von den Schneemassen komplett verschüttet, zwei weitere nur zum Teil. Jede Hilfe zu spät kam leider für einen Verunglückten - er konnte von den alarmierten Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Zwei weitere Mitglieder mussten mit schwersten Verletzungen in die Innsbrucker Klinik geflogen werden, ihr Zustand ist nach Auskunft der Ärzte kritisch. Alle anderen erlitten leichte Verletzungen oder kamen mit dem Schrecken davon.

"Kein Handyempfang"

Die Gruppe sei laut dem Bergrettungschef sehr gut ausgerüstet gewesen - unter anderem etwa mit Lawinenairbags. Sofort Alarm schlagen konnten die unversehrten Mitglieder aber nicht, da es in diesem Bereich keinen Handyempfang gibt. "Zwei Skitourengeher sind unmittelbar nach dem Lawinenabgang talwärts gefahren und haben dann die Rettungskette in Gang gesetzt", erklärt Ribis abschließend.

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