So, 20. Jänner 2019

Söller Hinrichtung

14.11.2016 09:11

Fand deutsche Polizei auch die Tatwaffe?

Schritt für Schritt arbeiteten sich die Ermittler im rätselhaften Söller Mordfall nach vorne. Und mit der Festnahme eines dringend Tatverdächtigen (28) Freitag Abend in München (die "Krone" berichtete), könnte die Bluttat kurz vor der Klärung stehen. Sichergestellt wurde mittlerweile auch eine Waffe - ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist derzeit aber noch unklar.

Tagelang gab die brutale Hinrichtung des 31-jährigen Griechen - er wurde mit mehreren Schüssen regelrecht durchlöchert - den Ermittlern vom Landeskriminalamt Tirol Rätsel auf. Doch nach und nach schien sich das Mysterium aufzuklären. Knackpunkt war die Klärung der Identität des Toten. Denn bald darauf geriet ein 28-Jähriger aus dem Beziehungsumfeld des Opfers ins Visier der Ermittler. Bis Freitag in den frühen Morgenstunden in München die Handschellen klickten.

Kriminaltechnische Untersuchung eingeleitet

In der Wohnung des Tatverdächtigen wurden laut Polizei mehrere Gegenstände sichergestellt - unter anderem auch eine Waffe. Die Tatwaffe? Dies soll nun im Zuge einer kriminaltechnischen Untersuchung geklärt werden. Unklar ist auch noch, wann der 28-Jährige nach Tirol ausgeliefert wird. Der Haftrichter in München hat dem Antrag jedenfalls schon stattgegeben.

Der mysteriöse Söller Mord: Eine Chronologie

Es ist dies ohne Zweifel der bisher spektakulärste Kriminalfall des heurigen Jahres in Tirol. Die "Krone" fasst die Details zusammen:

  • Montag vor einer Woche um 8 Uhr Früh fand ein Lkw-Lenker auf dem Parkplatz "Steinerne Stiege" die Leiche eines Mannes. Bereits zu Mittag gingen die Ermittler von einer Gewalttat aus. Die Identität des Opfers war unklar. Vermutet wurde, dass der Täter die Leiche in die Eibergklamm werfen wollte.
  • Eine Obduktion am Abend ergab, dass der Unbekannte mit mehreren Schüssen hingerichtet wurde.
  • Am Dienstag wurde bekannt, dass auf dem Parkplatz Patronenhülsen gefunden wurden. Der Tatort schien geklärt zu sein. Vom Täter und von der Tatwaffe fehlte weiter jede Spur.
  • Die Alpinpolizei suchte am Mittwoch noch einmal die Eibergklamm nach möglichen Spuren ab. Erfolglos.
  • Paukenschlag am Donnerstag: Die Identität war geklärt - beim Toten soll es sich um einen Griechen (31) handeln, der in Ottobrunn nahe der Hauptstadt München gelebt haben soll.
  • Freitag Früh wurde in München dann ein dringend Tatverdächtiger (28) gefasst.
  • Samstag wurde der 28-Jährige in München dem Haftrichter zwecks der Auslieferung vorgeführt.
  • Die Hintergründe der Bluttat sind weiter unklar.

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