Mo, 23. Juli 2018

"Project Wright"

03.11.2016 11:36

"Battlefield"-Veteranen machen Gamer zu Monstern

Ein Team ehemaliger "Battlefield"-Programmierer hat mit "Project Wright" ein ungewöhnliches Game angekündigt, in dem der Spieler in die Haut eines Monsters schlüpft, dessen Spezies vom Menschen an den Rand der Ausrottung getrieben wurde. Ein Vorschauvideo gewährt einen ersten Eindruck vom düsteren Überlebenskampf inmitten monsterjagender Wikingerhorden.

David Goldfarb und Ben Cousins, die Gründer des unabhängigen Spiele-Studios The Outsiders, haben große Pläne mit ihrem Monster-Game. "Ich bin immer auf der Seite des Monsters und des Außenseiters", sagt Goldfarb im Gespräch mit der Spiele-Website "Kotaku". Sein neues Projekt "Project Wright" sei eine Gelegenheit, die traditionelle Idee des Spiele-Helden umzudrehen und mal in die Haut des vermeintlich blutrünstigen Monsters zu schlüpfen.

Inspiriert wurde die Idee für "Project Wright" vom Roman "Grendel" von John Gardner, in dem dieser die Heldensage des Beowulf aus der Perspektive seines Widersachers erzählt. Dass man die Geschichte von "Project Wright" aus der Sicht des Monsters erlebt, könnte auch spielerisch interessant werden, schließlich dürfte das Monster ganz andere Fähigkeiten haben als menschliche Helden.

Monster könnte unterschiedliche Lebensphasen haben
Denkbar sei etwa, dem Monster unterschiedliche Lebensphasen zu spendieren und es so im Spielverlauf stärker oder schwächer zu machen, wodurch der Spieler je nach Verfassung stärker in Richtung Schleich- oder Kampf-Gameplay getrieben wird. Outsiders-Mitgründer Cousins freut sich über dieses unkonventionelle Konzept: "Wir erfinden diese Monsterspezies, wir können also erfinden, was sie tut."

Wann "Project Wright" fertig sein wird, ist noch völlig offen. Das Stockholmer Studio ist aber optimistisch, bald mehr vorweisen zu können. "Wir haben es geschafft, den Prototyp in ein paar Monaten in etwas konkurrenzfähiges zu verwandeln", sagt Cousins. Die potenziellen Chancen für das Monster-Game seien größer als die zu erwartenden Herausforderungen.

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