26.09.2006 17:15 |

USA verlieren

Schweiz beim globalen Wettbewerb Nummer eins

Die Schweiz hat 2006 erstmals Platz eins bei den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt erobert. Der große Verlierer im globalen Kampf der leistungsfähigsten Ökonomien sind die USA. Die Vereinigten Staaten sind vom ersten auf den sechsten Platz abgerutscht. Österreich bewegt sich mit Rang 17 im europäischen Mittelfeld, musste aber gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze einbüßen.

Im jährlichen Befund des World Economic Forum liegt das Nicht-EU- Land Schweiz nach Platz vier im Vorjahr an der Weltspitze.

Dazu beigetragen habe der technologische Innovationsgeist der Schweizer. Die Unternehmen würden kräftig in Forschung und Entwicklung investieren. Geistiges Eigentum genießt in der Schweiz hohen Schutz.

USA könnte sich weiter verschlechtern
Wiewohl abgeschlagen auf Platz sechs, punkten auch die USA nach wie vor mit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aber die zunehmende öffentliche Verschuldung und die wiederholten Haushaltsdefizite machen dem Land schwer zu schaffen. Eine weitere Verschlechterung im Ranking gilt als wahrscheinlich, wenn die USA die Handelsdefizite in historischer Höhe nicht beseitigen, so das Warnsignal der Ökonomen.

Österreichische Firmen: Steuern und Gesetze bremsen
Österreich, das sich im Standortwettbewerb als ausgezeichnet behauptet wähnt, hat zwei Plätze verloren und liegt nur im europäischen Mittelfeld. Firmenchefs und Manager beklagen vor allem die "restriktiven Arbeitsgesetze". Die heimische Steuergesetzgebung und auch die Steuersätze werden als störend für das Geschäft beurteilt. Bemängelt werden auch die schlecht ausgebildeten Arbeitnehmer. Hingegen fallen Korruption und politische Instabilitäten so gut wie nicht ins Gewicht.