Letzte Worte
Blair lobte bei Abschied Verdienste von Brown
Ohne den Schatzkanzler, der als aussichtsreichster Anwärter auf seine seine Nachfolge gilt, wären die drei Labour-Wahlsiege in Folge nicht möglich gewesen.
Ihm sei klar, dass auch die Erneuerung der Partei ohne Brown nicht gelungen wäre. Auf eine konkrete Empfehlung für seinen Nachfolger verzichtete Blair jedoch. Zum Thema Terror sagte Blair, dieser sei "nicht unsere Schuld". Der Terrorismus sei auch keine Konsequenz der britischen Außenpolitik. Man gewinne nichts, wenn man "vor der Propaganda des Feindes kapituliert".
Seit 1994 an der Spitze der Labour-Partei
Blair hatte nach einigen Auseinandersetzungen mit Brown angekündigt, dass der jetzige Labour-Parteitag sein letzter als Partei- und Regierungschef sein werde. Auf einen genauen Termin für seinen Rücktritt legte er sich noch nicht fest. Mit einer Amtszeit von fast neuneinhalb Jahren gehört Blair zu den dienstältesten europäischen Regierungschefs. An der Spitze der Labour Party steht er bereits seit 1994. Drei Jahre später wurde er an die Spitze der Regierung gewählt. Er hat die Partei zur "New Labour" modernisiert und mit einer für Labour- Verhältnisse sehr marktorientierten Wirtschaftspolitik flankiert.
Blair fordert Fortführung der Reformen
Blair will die Reformen in seinem Land bis zu seinem Abtritt weiter vorantreiben. In seiner Abschiedsrede mahnte Blair, die Partei müsse den von ihm eingeschlagenen Kurs fortsetzen, damit sie die nächste Wahl gewinne. Blair ist in seiner Partei zunehmend umstritten. Viele Labour-Mitglieder kritisieren die Unterstützung der USA im Irak-Krieg sowie die marktwirtschaftlichen Reformen im öffentlichen Dienst.
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