Mi, 19. Dezember 2018

"Wurde angestachelt"

18.10.2016 08:07

Sexistische Sager: Melania Trump verteidigt Donald

Melania Trump hat ihren Mann Donald für dessen sexistische Aussagen in einem Video in Schutz genommen. Er sei von dem Moderator Billy Bush dazu "angestachelt" worden, "dreckige und schlimme Sachen zu sagen", sagte die Frau des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten am Montag dem Sender CNN. Bush wurde mittlerweile von seinem Arbeitgeber gefeuert.

Die 46-Jährige bezeichnete die Aussagen als "Gespräch unter Burschen". Möglicherweise hätten die beiden Männer nicht gewusst, dass das Mikrofon eingeschaltet gewesen sei.

Sie habe ihrem Ehemann aber auch gesagt, dass seine Kommentare nicht hinnehmbar seien. "Ich war überrascht, denn das ist nicht der Mann, den ich kenne." Sie akzeptiere jedoch seine Entschuldigung.

"Kann mir alles erlauben"
In dem Clip, der vor zehn Tagen von der "Washington Post" veröffentlicht wurde (siehe unten), hört man ein Gespräch zwischen Trump und Bush, das sie im Jahr 2005 während einer Busfahrt geführt hatten. Trump schildert darin - wenige Monate nach seiner Hochzeit mit Melania - unter anderem, wie er versucht hatte, eine verheiratete Frau ins Bett zu bekommen. Er brüstet sich damit, dass er sich gegenüber Frauen "alles erlauben kann", weil er berühmt sei - er könne ihnen sogar zwischen die Beine grapschen. Bush war damals Moderator der Fernsehsendung "Access Hollywood", auch er äußert sich in dem Video abfällig über Frauen.

TV-Moderator musste Hut nehmen
Für den Fernsehsender NBC war das Grund genug, sich am Montagabend endgültig von dem Entertainer zu trennen. Das teilte Bushs Vorgesetzter in der "Today"-Show, Noah Oppenheim, in einem Schreiben an Mitarbeiter mit, wie US-Medien berichteten. Der Sender hatte Bush bereits vor einer Woche suspendiert. Der 45-Jährige ist der Cousin des gescheiterten republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Jeb Bush und des Ex-Präsidenten George W. Bush.

Breite Front gegen Trump
Das Video hatte einen Eklat im Wahlkampf ausgelöst. Etliche Republikaner distanzierten sich von Trump, einige riefen ihn sogar zum Ausstieg aus dem Präsidentenrennen auf. Auch zahlreiche Prominente wie etwa die Hollywoodstars Robert de Niro oder Arnold Schwarzenegger machten ihrem Ärger über Trump Luft.

In den vergangenen Tagen beschuldigten zudem mehrere Frauen Trump, ihnen gegenüber übergriffig geworden zu sein. Der Unternehmer wies die Vorwürfe als unwahr zurück, Melania äußerte sich gegenüber CNN ähnlich.

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