Do, 21. Juni 2018

Fast täglich Coups

02.09.2016 09:13

Im ganzen Land geht Angst vor Einbrechern um!

Häuser, Wohnungen, Hotels, Geschäfte, Bars, Autos, ja sogar Schwimmbäder und Liftstationen: Nahezu kein Tag vergeht derzeit in Tirol ohne Einbrüche! Die dreisten Ganoven räumen da oft ordentlich ab - Beuten im Wert von weit über 10.000 Euro sind keine Seltenheit. Um ungebetene Gäste fernzuhalten, sollten zumindest ein paar einfache Tipps und Tricks beachtet werden.

  • 5. August, mitten in Innsbruck-Hötting: Unbekannte Ganoven verschafften sich gewaltsam Zutritt zu einem Haus - sie durchwühlten sämtliche Räume und machten sich schließlich mit Schmuck im Wert von fast 50.000 Euro aus dem Staub.
  • Wenige Tage später stieg ein Einbrecher in Fließ über eine Leiter in einen Tennen und ergaunerte Werkzeug, so viel er tragen konnte. Schaden: fast 10.000 Euro.
  • Am dritten Augustwochenende beschäftigten zwei Tresor-Coups die Polizei. Unbekannte knackten sowohl in einem Hotel in St. Leonhard im Pitztal als auch in einem Innsbrucker Lokal Geldschränke auf und erbeuteten dabei jeweils deutlich mehr als 10.000 Euro.
  • In der Nacht zu Mariä Himmelfahrt brachen unbekannte Täter in ein Gebäude der Gletscherbahn im Pitztal ein und sie ergriffen dann mit Bargeld die Flucht.
  • In Schwaz knackten Unbekannte im Schwimmbad zuletzt mehrere Kästen auf - im Visier der Täter: Geld!
  • Und im Oberland hielt jüngst eine ganze Reihe Autoeinbrüche die Polizei auf Trab. Über 30 Mal schlugen die unbekannten Täter bisher zu - und jedes Mal gelang ihnen die Flucht

Von der Wohnung bis zur Liftstation

Hier handelt es sich nur um einen kleinen Auszug - diese Beispiele spiegeln aber die Situation der vergangenen Wochen in Tirol perfekt wider. Derzeit vergeht hierzulande fast kein Tag, an dem nicht irgendwo im Land Einbrecher ihr Unwesen treiben. Und wie man an den angeführten Fällen erkennt, haben die Ganoven mittlerweile wirklich alles im Visier - von der Wohnung bis hin zur Liftstation.

Polizei: Noch unter Durchschnitt

Was sagt die Polizei dazu? "Aufs ganze Jahr gesehen liegen wir, was die Zahl der Einbrüche anbelangt, derzeit noch unter dem Durchschnitt. Am Jahresanfang verzeichneten wir zwar enorm viele Dämmerungseinbrüche, dafür war es dann im Frühjahr relativ ruhig. Und nun ist seit einigen Wochen in ganz Tirol wieder viel los", heißt es von Seiten des Landeskriminalamtes.

Generell gab es hierzulande in den vergangenen Jahren hinsichtlich Einbruchsdiebstähle jeweils leichte Zuwächse - die Aufklärungsquote variierte im Jahr 2015 je nach Bereich zwischen 15,9 Prozent bei den Kraftfahrzeugen, 21 Prozent bei Wohnungs- und Hauseinbrüchen und 31,4 Prozent bei Coups in gewerblichen Objekten.

Um es ungebetenen Gästen möglichst schwer zu machen, hat die "Krone" für Sie die besten Tipps und Tricks zusammengefasst...

Tipps: Wohnungen/Häuser

  • Typische Zeichen der Abwesenheit stets verhindern - etwa den Briefkasten regelmäßig leeren (lassen), Zeitungsabos unterbrechen.
  • Fenster, Terrassen- und Balkontüren, auch wenn man nur kurz das Haus bzw. die Wohnung verlassen sollte, immer ganz schließen.
  • Gute Kontakte zur unmittelbaren Nachbarschaft pflegen. Gegenseitige Hilfe schreckt alle Einbrecher ab.
  • Zeitschaltuhren nutzen sowie Außenlichter installieren.
  • Sichtschutz, der Ganoven ein ungestörtes Einbrechen ins Haus ermöglicht, unbedingt vermeiden.
  • Bei Fenstern und Balkon- bzw. Terrassentüren spezielle einbruchshemmende Rollbalken anbringen.
  • Kellerabgänge bzw. auch Hintereingänge stets gut beleuchten.
  • Nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen.
  • Wohnungsschlüssel keinesfalls unter dem Fußabstreifer oder etwa in Blumentöpfen verstecken.
  • Sämtliche Dinge wegräumen, die Einbrechern helfen könnten - Kisten, Leiter, Stühle und Co.

Firmen, Hotels und Co.

  • Tresore aller Art stets gut und stabil fixieren - am besten direkt fest im Mauerwerk verankern.
  • Aufbewahrte Geldbeträge so gering wie möglich und auf jeden Fall gut verschlossen halten.
  • In Hotels, Bars, Lokalen und Co. niemals Geldtaschen oder diverse Schlüssel offen liegen lassen.
  • Auf technische Überwachung (Bsp.: Video) setzen, hier sollte nicht der Sparstift angesetzt werden.
  • Auf eine gute Außenbeleuchtung setzen. Inklusive Bewegungsmelder.
  • Alle Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen dazu ermutigen, stets ein wachsames Auge zu haben.
  • Fenster und Ausgänge vor allem in der Nacht immer verschließen.
  • Eventuell zusätzlich um einen Beratungstermin bei Präventionsexperten der Polizei anfragen.

Schutz vor Autoknackern

  • Fahrzeuge unbedingt immer versperren - am Tag und in der Nacht!
  • Sämtliche Fenster und Türen sowie Schiebe- oder Faltdächer (Cabrios) immer komplett schließen.
  • Das Fahrzeug nie mit laufendem Motor irgendwo stehen lassen - auch wenn man es im Auge hat.
  • Autopapiere, sonstige Dokumente, Bargeld, Kreditkarten, Handys und Wertgegenstände aller Art nie sichtbar im Auto liegen lassen - auch nicht im Handschuhfach.
  • Den Reserveschlüssel keinesfalls im Fahrzeug aufbewahren.
  • Auch am Dach montiertes Ladegut (Dachboxen) stets gut sichern.
  • Fahrzeuge (wenn möglich) nur in bewachten Gegenden abstellen. Orte mit viel Frequenz werden von Autoknackern meist gemieden.

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