Di, 25. September 2018

Hagel und Sturm

31.07.2016 12:07

Erneut heftige Unwetter in Teilen Österreichs

Über der Steiermark, Kärnten und Teilen Salzburgs sind am späten Samstagnachmittag schwere Unwetter niedergegangen. Hagel und heftige Sturmböen richteten großen Schaden an. Es kam zu Überflutungen, einige Straßen waren vorübergehend unpassierbar. Im Salzburger Bad Gastein sprachen die Einsatzkräfte sogar von sintflutartigen Regenfällen.

In der Steiermark waren laut Feuerwehr insbesondere die Bezirke Voitsberg und Graz-Umgebung betroffen. Punktuelle Einsätze gab es auch in Leibnitz und Deutschlandsberg, im Großraum Knittelfeld und Murau, teilte der Sprecher des Landesfeuerwehrverbands, Thomas Meier, mit.

Gewitter, Hagel und Sturmböen
Gewitter, Hagel und Sturmböen führten zu Überflutungen von Straßen, Kellern und Garagen. Bäche traten über die Ufer, Muren gingen ab. Bäume stürzten um und fielen auch auf Stromleitungen. 30 Feuerwehren mit Hunderten Kräften seien im Einsatz gewesen, sagte Meier. Schon seit sieben Tagen sind die steirischen Feuerwehren wegen Unwettern besonders gefordert, bis zum Samstag wurden mehr als 600 Einsätze gezählt.

Gesamtschaden von 1,3 Millionen Euro in der Steiermark
Laut Hagelversicherung entstand durch die Gewitter vom Samstagnachmittag in der Steiermark ein Gesamtschaden von etwa 1,3 Millionen Euro. Wegen der extremen Niederschläge und Sturmböen wurden vor allem Ackerkulturen und Grünland, aber auch Obst-, Wein- und Gemüsekulturen in einem Gebiet südwestlich von Graz beschädigt. Insgesamt seien mehr als 4000 Hektar landwirtschaftliche Fläche betroffen.

Überschwemmungen in Kärnten
Auch in Kärnten kam es am Samstagabend erneut zu einem heftigen Gewitter: In Glödnitz nördlich von Klagenfurt wurden einige Keller und öffentliche Gebäude überschwemmt. Die Flattnitzer Landesstraße war überflutet und unpassierbar, Gemeindestraßen wurden teilweise durch Muren verschüttet, teilte die Polizei mit.

Sintflutartige Regenfälle im Salzburger Pongau
Zwei lokal begrenzte, aber dafür äußerst heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen richteten am Samstagabend im Salzburger Bad Gastein erhebliche Schäden an. Die Straße nach Sportgastein wurde von mehreren kleinen Muren verlegt. Im Kötschachtal trat der Bach über die Ufer, verlegte Teile der Straße und riss einige Holzbrücken mit sich. Zudem musste die Feuerwehr mehrere Keller auspumpen.

Das Holz und mitgerissene Bäume verlegten ein Rückhaltebecken der Wildbachverbauung meterhoch mit Geröll. Die 20 Meter hohe Wehranlage aus den 1960er-Jahren habe aber Schlimmeres verhindern können, hieß es. Im Kraftwerk Kötschachbach kam es zu einem Wasserschaden. Ein Fahrzeug wurde laut Feuerwehr von Sand und Wasser schwer beschädigt. Die Bergrettung musste zudem Gäste und Bewohner aus dem hinteren Kötschachtal retten, weil keine Brücken mehr vorhanden waren.

Bei Thomatal im Salzburger Lungau ging am Samstagabend wegen heftiger Regenfälle eine Mure ab. Die Bundschuh-Landesstraße wurde verlegt, eine unbewohnte Holzhütte beschädigt. Wegen der Überschwemmung wurde die Straße für den gesamten Verkehr bis Sonntag gesperrt.

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