Mo, 24. September 2018

Aktie stürzt ab

25.07.2016 08:19

"Pokémon Go": Kein Gewinnschub für Nintendo

Enttäuschte Hoffnungen auf einen Gewinnschub durch das Handyspiel "Pokémon Go" haben am Montag einen Ausverkauf bei Nintendo ausgelöst. Die Aktien des japanischen Videospielanbieters fielen an der Tokioter Börse um knapp 18 Prozent und standen damit vor dem größten Tagesverlust seit fast 26 Jahren. Dabei wechselten bis kurz vor Handelsschluss fast fünf Mal so viele Nintendo-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Dank des unerwartet großen, weltweiten Erfolgs von "Pokémon Go" hatte sich der Kurs der Nintendo-Aktien in den vergangenen zwei Wochen zeitweise verdoppelt. Nach Börsenschluss am Freitag erklärte Nintendo nun, dass "Pokémon Go" nur einen begrenzten Einfluss auf die Geschäftszahlen haben werde. Es gebe derzeit keine Pläne, die Geschäftsziele anzuheben.

"Es war stets recht offensichtlich, dass die Einnahmen für Nintendo diesen Kursanstieg nicht rechtfertigen", betonte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. "Die Tatsache, dass das Unternehmen dies nun bestätigt hat, sollte niemanden schockieren." Das Kursplus von gut 50 Prozent im Vergleich zum Niveau vor Markteinführung von "Pokémon Go" spiegele den erfolgreichen Einstieg von Nintendo in den stark wachsenden Markt für Handyspiele angemessen wider.

Wilsons Kollege David Gibson von der Bank Macquarie bezeichnete den aktuellen Kurssturz dagegen als überzogen. Er verwies auf die Downloadrekorde. Allein in Japan hätten binnen eines Tages zehn Millionen Nutzer das Spiel auf ihren Smartphones installiert. "Wegen dieses Trends wird 'Pokémon Go' einen erheblichen Einfluss auf die Einnahmen des Unternehmens haben." Börsianer erwarten durch zahlungspflichtige Erweiterungen des Spiels einen Gewinnschub von umgerechnet 400 Millionen Euro für Nintendo.

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