Sechs Monate bedingt

Flüchtlings-Hetzer vor Gericht

Kärnten
21.07.2016 15:49

Menschenverachtende Internetpostings brachten einen Villacher (39) vor Gericht: Auf einer FP-Homepage hatte der Mann Flüchtlingen den Tod gewünscht ("...erfrieren, das Gesindel..."), was er heute zwar bereut - aber nicht glaubwürdig genug, um ihn vor einer bedingten Haftstrafe zu bewahren.

Immer öfter landen auch Kärntner Internetbenutzer auf der Anklagebank, weil sie im Social-Media-Bereich nicht nur die Kinderstube, sondern auch jeden Anstand vermissen lassen und etwa gegen Ausländer hetzen. "Ich bin da nicht der einzige", ist der Villacher uneinsichtig, dass er deswegen vor Gericht musste. "Hunderttausende posten noch viel ärgere Sachen als ich!" Er hat auf Facebook massiv gegen Asylwerber gegiftet, ihnen sogar den Tod gewünscht, untermauert von einem Hitlerbild.

Woher stammt sein Hass? "Ich habe keinen", behauptet er. Fügt dann aber hinzu: "Ich habe in einem Asylantenheim geputzt und mich dort an einer herumliegenden Spritze gestochen." Dass diese nichts mit Drogen, sondern Insulin zu tun hatten, verschweigt er da lieber. Richterin Lisa Kuschinsky ortet keine echte Reue und verurteilt den Mann zu sechs Monaten bedingt: "Ich rate Ihnen, nachzudenken bevor Sie so etwas schreiben oder sagen." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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