Mo, 10. Dezember 2018

"Glücksspiel"

21.07.2016 08:57

Saudi-Arabien erlässt Fatwa gegen "Pokémon Go"

Noch ist "Pokémon Go" in Saudi-Arabien offiziell gar nicht erhältlich, doch die oberste religiöse Instanz des Landes hat vorsichtshalber schon einmal eine 15 Jahre alte Fatwa zu den Taschenmonstern erneuert.

1996 erschienen die ersten Pokémon-Spiele für Nintendos GameBoy und lösten bald darauf einen weltweiten Boom aus - auch in Saudi-Arabien. Die oberste religiöse Instanz des Landes, das Ständige Komitee für Rechtsfragen, sah sich deshalb 2001 dazu gezwungen, eine Fatwa zum Pokémon-Spiel zu erstellen.

Darwinistisches Glücksspiel
Am Mittwoch wurde dieses islamische Rechtsgutachten nun wieder aufgelegt. Auslöser waren nach eigenen Angaben Anfragen, ob die neue Smartphone-App "Pokémon Go" mit dem Islam vereinbar sei. Antwort: nein. In der Fatwa wird "Pokémon Go" mit einem Glücksspiel verglichen. Weiter heißt es, die Figuren schienen auf der Evolutionslehre von Charles Darwin zu basieren - beides wird vom Islam abgelehnt. Das neue Pokémon-Spiel sei wie das alte, sagte der Rechtsgelehrte Scheich Saleh al-Fausan laut Arab News.

Saudis bei Suche nach Pokémon auf Flughafen festgenommen
Auch wenn "Pokémon Go" in dem streng islamischen Königreich offiziell noch gar nicht erhältlich ist, dürften sich bereits zahlreiche Menschen die App illegal heruntergeladen haben. Erst am Mittwoch hatten saudische Sicherheitskräfte drei junge Männer festgenommen, die auf dem Parkplatz des Flughafens der Stadt Dschasan im Südwesten des Landes auf der Suche nach Pokémon-Monstern waren, meldete die saudische Nachrichtenseite Al-Muwatin am Mittwoch.

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