Mi, 15. August 2018

Denuvo aus Salzburg

08.07.2016 08:15

Berüchtigter Spiele-Kopierschutz nun geknackt?

Seit Monaten hält ein Spiele-Kopierschutz einer Salzburger Firma Raubkopierer auf der ganzen Welt in Atem: Denuvo. Die Software schützt Games wie "Rise of the Tomb Raider" oder das neue "Doom" vor illegalen Kopien und konnte bisher selbst von berüchtigten Crackergruppen nicht ausgehebelt werden. Einer Gruppe aus Russland soll es nun aber doch gelungen sein.

Wie das Filesharing-Nachrichtenportal "TorrentFreak" berichtet, behauptet die russische Crackergruppe "Reloaded", sie habe Denuvo bei "Rise of the Tomb Raider" geknackt. Sie belegt die Behauptungen mit Screenshots und einem Video.

Es sei zwar denkbar, dass diese Beweise gefälscht seien, wahrscheinlich sei das aber nicht, heißt es in dem Bericht. Reloaded ist in der Cracker-Szene kein unbekannter Name, die Russen sind seit Jahren für ihr Tun bekannt.

War es nur ein Teilsieg?
Unklar ist, ob sie das ganze Spiel knacken konnten - oder nur Teile davon. Ein funktionstüchtiger Crack wurde bislang nicht veröffentlicht, es könnte also gut sein, dass die Russen nur einen Teilsieg gegen den Kopierschutz erringen konnten.

Dem Salzburger Unternehmen Denuvo, das die Schutzsoftware herstellt, sind die Berichte einerlei. Ein Denuvo-Manager im Gespräch mit dem Spieleportal "PCGamesN": "Für uns ist es wichtig, ein Spiel während des ersten Verkaufsfensters zu schützen." Das sei bei den letzten Games gelungen.

Denuvo: Teuer, aber effektiv
Der Hightech-Kopierschutz - es handelt sich um sogenannte Anti-Tamper-Software, die verhindert, dass ein Spiel manipuliert und so illegal zum Laufen gebracht wird - gilt laut "Golem" als relativ teuer, weshalb er bisher primär bei Spielen mit großem Budget zum Einsatz kam. Dazu zählte neben "Rise of the Tomb Raider" etwa auch "Doom", "Just Cause 3" oder "Dragon Age: Inquisition".

Auch, wenn einige Titel mittlerweile geknackt wurden: Der Kopierschutz aus Salzburg treibt selbst die hartgesottensten Cracker zur Weißglut. Erst vor einigen Monaten wurde bekannt, dass eine berüchtigte chinesische Crackertruppe sich so lang an dem Kopierschutz die Zähne ausgebissen hat, dass sie sich aus dem Geschäft mit Raubkopien zurückziehen musste.

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