Fr, 17. August 2018

"Aktion scharf"

06.06.2016 07:59

"Overwatch": Blizzard jagt Cheater schonungslos

Blizzards erster Multiplayer-Shooter "Overwatch" erfreut sich derzeit größter Beliebtheit, vereinzelt verderben allerdings Cheater ihren Mitspielern die Freude. Lang bleiben die Schummel-Störenfriede in der Regel allerdings nicht im Spiel: Blizzard geht dermaßen schonungslos gegen sie vor, wie man das selten zuvor in einem Online-Spiel gesehen hat.

Wie das Spielemagazin "PC Gamer" berichtet, hat Blizzard allein in China in einer "Aktion scharf" gegen Cheater mehr als 1500 Spieler von "Overwatch" ausgeschlossen - und sie auch gleich an einer Art Online-Pranger bloßgestellt, also ihre Namen veröffentlicht.

Doch damit nicht genug: Wer einmal beim Schummeln in "Overwatch" erwischt wurde, kann sich das Spielen offenbar für immer abschminken.

Einmal geschummelt, dauerhaft gesperrt
Das berichtet zumindest ein Betroffener, den Blizzard beim Schummeln erwischt hat. Er habe nach der Sperre seines Accounts ein neues "Overwatch"-Exemplar gekauft und sei wieder ins Spiel eingestiegen, berichtet er. Allerdings sei auch sein neues Konto sofort wieder gesperrt worden. Er versuchte es abermals, aber auch sein dritter Account wurde schonungslos gesperrt.

Am Ende versuchte der Spieler sogar, mit einem VPN-Dienst seine IP-Adresse zu verschleiern und seine MAC-Adresse und Festplattennummer zu ändern - allerdings ohne Erfolg.

"Overwatch" entwickelt sich zum Online-Hit
Dass Blizzard derart hart gegen Cheater vorgeht, hat einen Grund: Mit "Overwatch" hat das kalifornische Traditionsstudio, das hinter Kultspielen wie der "Diablo"-Serie und den Games der "Warcraft"- und "Starcraft"-Reihe steht, wieder mal einen Hit gelandet. Und den will man sich nicht von unfairen Spielern verderben lassen.

Kritiker loben den bunten Comic-Shooter in höchsten Tönen, allein in der ersten Woche seit Release sollen sieben Millionen Spieler mit "Overwatch" angefangen haben, berichtet das US-Spielemagazin "Polygon". Will man diese Spieler halten, muss man Spielverderber von vorn herein abschrecken.

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