Tödliches Virus
Welt-Aids-Konferenz eröffnet
Im 25. Jahr der globalen Krise gelte es vor allem, die grundlegenden Probleme der Krankheit zu beseitigen: Armut, Ausgrenzung, Angst vor Homosexuellen und die Unterdrückung der Frauen. "Es wird Zeit, dass wir ernst damit machen, Menschenrechte zu schützen und zu fördern - und das auch in unseren Budgets berücksichtigen", ergänzte Piot.
Zu dem Treffen sind rund 24.000 Teilnehmer von Hilfs- und Jugendorganisationen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kirchen oder den Vereinten Nationen gekommen. Die Konferenz steht unter dem Motto "Time to deliver" (Zeit zu liefern) - frei übersetzt geht es darum, die seit langer Zeit bekannten Medikamente und Vorbeugungsprogramme in großem Maßstab zu allen Bedürftigen zu bringen, die zu rund 90 Prozent in den armen Ländern leben. Nur jeder Fünfte Bedürftige in den armen Ländern bekommt die nötigen Pillen.
Eine der wichtigsten Aufgaben sei es, die Forschungsgelder für Mikrobizide - unsichtbare chemische Kondome - sofort zu verdoppeln, sagte Piot. Diese Wirkstoffe sollen sozial schwache Frauen gegen das Virus schützen, wenn sie den Mann nicht zum Kondomgebrauch zwingen können.
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