51 % dagegen

Tempolimit 100 spaltet die Oberösterreicher

Im Streit um Tempo 100 kontert Umwelt-Landesrat Rudi Anschober nun mit einer Umfrage. Diese zeige eine überraschend hohe Zustimmung zum neuen Limit auf der Westautobahn. Ansfeldens SP-Bürgermeister Ernhard fordert indes gar Tempo 80.

„Schon ohne jede zusätzliche Information über Sinn und Zweck des Limits sind 39 Prozent der Befragten dafür, 51 Prozent dagegen“, so Anschober: „Wird in der Fragestellung erklärt, dass das neue Tempolimit auf der A 1 zwischen Ansfelden und Enns zur Verringerung der Schadstoffbelastung verordnet wurde, so wird dies bereits von einer Mehrheit von 53 zu 39 Prozent befürwortet“, zitiert der Landesrat aus der market-Studie.

Grundsätzlich - also nicht nur auf den speziellen Fall an der A1 bezogen - werden Tempolimits zur Luftverbesserung von 65 Prozent begrüßt; 79 Prozent wären auch bereit, ihr Tempo zu verringern, um die Luft zu entlasten.

Ruf nach „80er“
Unterdessen setzt Ansfeldens Bürgermeister Walter Ernhard (SP) all dem noch eins drauf: Er tritt „zum Schutz der Anrainer“ gleich für Tempo 80 auf der sechsspurigen Westautobahn zwischen Puckinger Berg und Ebelsberger Berg ein: „Der 100er bis Enns ist ok. Kollege Anschober hat aber den Linzer Zentralraum vergessen, da muss man noch mehr reduzieren, auch auf der A7.“ Ernhard denkt dabei in erster Linie an den Lärm, unter dem alle leiden.

 

Foto: Chris Koller

Montag, 21. Juni 2021
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