Gefährliches Baden
Über 10.000 Verletzte durch Quallenplage
In den vergangenen Wochen war an mehreren nordspanischen Stränden zeitweise Badeverbot verhängt worden, so zum Beispiel in Gavá und Castelldefels. An der Costa Brava wehte an einigen Stränden, darunter in Tamariu und Palafrugell, die gelbe Warnflagge. Sie mahnte zur Vorsicht beim Baden.
Einige Experten führen die Quallenplage auf die erhöhte Wassertemperatur, die zwei Grad mehr beträgt als im Vorjahr, und die Überfischung zurück. Mittlerweile soll es in manchen Gebieten des Mittelmeeres drei Mal mehr Quallen als Fische geben. Die natürlichen Feinde der Quallen wie der Tunfisch gerieten in Unterzahl. Auch das Einleiten von Abwässern in Küstennähe begünstigt das Quallenaufkommen.
Bis zu 100 Tiere pro Quadratmeter
Im Mittelmeer leben 300 der insgesamt 4000 bekannten Arten. Anfang Juli wurden Millionen von Quallenlarven im Meer vor Valencia entdeckt.
Nach ADAC-Angaben gibt es im gesamten Mittelmeer derzeit ungewöhnlich viele Leuchtquallen (Pelagia noctiluca). Auch der Klub nennt Spanien und zudem die Toskana als Hauptverbreitungsgebiete. Bis zu hundert Tiere pro Quadratmeter sind keine Seltenheit.
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