„Ich bin kurz wach geworden, weil jemand eine Tür zugeworfen hat, und dachte, es war mein Sohn. Der hat aber geschlafen, und so hab ich mich auch wieder umgedreht“, erzählt Angela Kitzmüller (37) aus Scharten. Sie, ihr Mann Christian (36), Sohn Fabian (5) und die befreundete Familie, mit der man sich das Appartement teilte, merkten erst am Morgen, dass Geld fehlte. „Es war nichts durchwühlt, aber Safe und Geldbörsen geplündert. Sie haben nur große Scheine genommen“, erzählt die beraubte Lignano-Urlauberin.
Für die Carabinieri sind Überfälle, bei denen Opfer betäubt werden, nichts Ungewöhnliches. Stutzig wurden die Urlauber, weil die Reiseagentur den Zweitschlüssel nicht hergeben wollte. „Womöglich arbeiten Gauner und Vermieter zusammen“, mutmaßen die Opfer, die nach dem Gasangriff tagelang an Kopfweh litten. Von den Ermittlern bekamen sie zu hören, selbst schuld zu sein. Sie hätten sich den Safeschlüssel umhängen sollen. Das hätte nichts genützt: Einer Salzburger Familie nebenan wurde unterm Polster verstecktes Geld gestohlen.
Foto: Peter Tomschi
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