Belastende Beweise

Handy fiel ins Blut des Mordopfers

Oberösterreich
25.07.2006 10:10

Jetzt wird dem Lambacher Mordverdächtigen Jürgen H. (36) kein Leugnen mehr helfen: Man hat nicht nur auf seinen Händen - sondern auch auf seinem Handy Blut des Opfers gefunden. Er muss kurz vor der Tat am Tatort telefoniert haben - und dann dürfte ihm der Hörer in eine Blutlache gefallen sein.

Doch es gilt die Unschuldsvermutung - seit dem Freispruch im Linzer „Sauna-Gusti-Mord“ kann sich keiner mehr hundertprozentig auf 99,9-prozentige DNA-Beweise verlassen. Prompt bezweifelt auch der Welser U-Häftling, dass Blut des Opfers unter seinen Fingernägeln gefunden wurde: „Das kann´s nicht geben, das muss man noch einmal genauer anschauen“, beteuert der Baggerfahrer seine Unschuld: Denn der Wirt Josef Muhr (68) sei sein bester Freund gewesen, der ihm Geld geliehen hätte, ohne ihn anpumpen - und erschlagen zu müssen. Zumal er bei einem Pfusch am nächsten Tag genug verdient hätte, um seine Schulden bezahlen zu können.

Dass er diesen Job vereinbart hat, beweisen nun die Rufdaten, die Sendemaste und der Auftraggeber, mit dem er vor der Tat vom Tatort aus telefoniert hat. Dann dürfte dem Baggerfahrer das Handy aus der Tasche gerutscht sein. Er wischte es zwar ab - aber nicht alle DNA-Spuren.

 

 

 

Fotos: Leitner/SID

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