Große Geldsorgen

Wartelisten für Entzugskandidaten

Oberösterreich
24.07.2006 19:10
Maximal einige Tage haben Drogensüchtige die Motivation, sich über Entzug oder Behandlung zu informieren. Doch in Oberösterreich gibt es alleine bei den fünf Beratungsstellen von „pro mente“ bis zu fünf Wochen Wartezeit für Erstgespräche. Fast drei Millionen Euro haben die Helfer im Budget noch immer zu wenig.

„Wir bekommen jetzt vier neue Beraterposten, aber es zwickt an allen Ecken und Enden“, sagt Primar Werner Schöny, Obmann von „pro mente OÖ“. 2100 Klienten wurden im Vorjahr bei 18.000 Gesprächen betreut. Das sind um fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Und die Süchtigen werden immer jünger: Das Durchschnittsalter ist derzeit etwa 20 Jahre, vor einem Jahrzehnt war es 30 Jahre. „Und das Konsumverhalten ist extremer geworden. Die Jungen nehmen alles, was am Markt verfügbar ist“, kennt Sucht-Betreuerin Sylvia Libiseller das größte Problem.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit von Überdosierungen. Im Trend sind vor allem Kokain und Heroin  drei Gramm zu je 90 € braucht ein Süchtiger am Tag! Etwa 30.000 Oberösterreicher sind von Cannabis, Heroin oder Kokain abhängig…

 

 

Foto: Chris Koller

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