Staatsbesuch

Fischer traf Italiens Präsident Napolitano

Ausland
13.07.2006 17:11
Bundespräsident Fischer hat am Donnerstag in Florenz den italienischen Staatspräsidenten Napolitano getroffen. Diskutiert wurde unter anderem die EU-Verfassung und die Erweiterung der Union. Auch das starke Engagement Österreichs für den Balkan stand im Mittelpunkt der Gespräche.

Nach dem Treffen lud Napolitano Fischer noch zu einem gemeinsamen Essen ein.

Es handelte sich um den ersten Besuch Napolitanos in Florenz seit seinem Amtsantritt. Dabei haben die beiden mehrere europäische Themen angesprochen. Fischer hob dabei die Notwendigkeit eines starken Einsatzes für Europa hervor, um das Verfassungsprojekt voranzutreiben. Auch der Westbalkan und das Thema Südtirol wurde zwischen den beiden Staatsoberhäuptern besprochen.

Napolitano wird Österreich besuchen
Fischer erklärte, er habe den im Mai zum Präsidenten gewählten Napolitano zu einem Besuch nach Österreich eingeladen, den der italienische Staatschef angenommen habe. Das Treffen werde im kommenden Jahr stattfinden.

Italiens neuer Präsident überrascht mit Sparsamkeit
Der im Mai zum Staatsoberhaupt gewählte Napolitano sorgte für Aufsehen, da er mit seiner Frau Clio in einem normalen Intercity-Zug nach Florenz fuhr und somit auf Flugzeug oder Dienstauto verzichtete. Der 81-jährige Staatspräsident, seine Gattin und seine Mitarbeiter fuhren in einem Waggon, den sie wie einfache Bürger reserviert hatten. Bei seiner Ankunft in Florenz wurde Napolitano von einer kleinen Menschenmenge begrüßt und beklatscht.

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