15-Jährige als Opfer

Missbrauch an Schule: Ermittlungen gegen Lehrerin

Österreich
16.02.2016 10:04

Der Fall sorgte im November des Vorjahres für Schlagzeilen: Ein 15-jähriges Mädchen soll in ihrer Schule in Graz von mehreren Burschen vergewaltigt worden sein. Mitschüler sollen davon auch gewusst haben, aber nicht eingeschritten sein. Mittlerweile werden Ermittlungen gegen insgesamt 18 Verdächtige geführt, darunter befindet sich auch eine Lehrerin.

So stellt sich in Bezug auf die Pädagogin die Frage, ob sie dem Schulleiter früh genug Meldung über die mutmaßliche Vergewaltigung der 15-Jährigen gemacht hat. Die Lehrerin wurde jedenfalls von der Polizei als Beschuldigte vernommen, bestätigte Hansjörg Bacher, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz - und zwar wegen unterlassener Hilfeleistung.

Das wird auch weiteren früheren Schulkameraden des Mädchens vorgeworfen. Insgesamt werden vier Vorfälle überprüft, sagte Bacher. Die Ermittlungen laufen noch - ob es zu einer Anklage kommt, steht daher noch nicht fest.

Vergewaltigung im Ärztezimmer
Die sechs Hauptverdächtigen sollen einer "auffälligen" Clique angehört haben und die 15-Jährige im Mai des Vorjahres im Ärztezimmer der Neuen Mittelschule vergewaltigt haben. Die Burschen haben im Herbst die Schule verlassen und wurden wenig später auf freiem Fuß angezeigt. Aufgekommen war der Fall erst Monate nach dem Übergriff, als das Opfer sich an einer neuen Schule einer Betreuerin anvertraute.

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