12.02.2016 16:44 |

Zahlen zum Staunen

Barbie-Kultpuppe bekommt eine realistische Figur

Stattlicher Busen, Wespentaille, blonde Mähne und Beine bis zum Himmel - alle Männer kennen sie, alle Frauen liebten sie in ihrer Kindheit: die Barbie. Doch der jahrelange Perfektionszwang kostete die Plastikschönheit Tausende Kunden. Jetzt soll die Kultpuppe die Kurve kratzen - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Blick in Vergangenheit und Zukunft.

Barbara Millicent Roberts ist keine gewöhnliche Frau: Mit 57 Jahren sieht sie jünger aus als so manche 30-Jährige. Falten suchen Schönheitschirurgen vergeblich, genauso wie Fettpölsterchen. Ihre Traummaße lassen Topmodels à la Gisele Bündchen beängstigend gewöhnlich aussehen. Und sogar Karrierefrauen blicken neidisch auf ihren Lebenslauf.

Mehr als 150 Berufe stehen da - von der Pilotin über Profisportlerin hin zum singenden Superstar. Sogar durchs All flog die Blondine mit gut besuchter Bluse - ein echtes Multitalent eben! Doch Barbara hat ein Problem: Sie ist nur aus Plastik. Ein Klon, der einer Milliarde anderer Figuren gleicht.

Meistverkauftes Spielzeug der Welt
Am 9. März 1959 präsentierten Ruth und Elliott Handler erstmals die Barbiepuppe - benannt nach ihrer Tochter, Barbara. Im ersten Jahr wanderte das Drei-Dollar-Mannequin immerhin 300.000 Mal über den Ladentisch. Heute, knapp 57 Jahre später, verkauft Mattel durchschnittlich alle drei Sekunden ein Exemplar. Das macht die Barbie zum meistverkauften Spielzeug der Welt.

Die Puppenpalette umfasst mehr als 50 Haarfarben, 40 Nationalitäten und Hunderte Kleider. Für den perfekten Look einer einzigen Barbie mischen 100 Designer mit. Und da liegt wohl auch das Problem. Denn die makellose Plastikfrau ist den Kunden mittlerweile zu glatt und zu unnatürlich. Mattel reagierte nun auf seine allmählich bröselnden Umsätze, indem es eine noch nie dagewesene Neuheit liefert: kurvige, schlaksige und zierliche Puppen.

Nach fast 57 Jahren darf Barbara vielleicht endlich das sein, was sie eigentlich immer sein wollte: ein stinknormales Mädchen.

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