WM-Verbot
Somalier wegen Fußballspiel getötet
Ausland
06.07.2006 11:00
Islamistische Milizen haben in Somalia während einer illegalen WM-Übertragung das Feuer eröffnet und zwei Menschen erschossen. Nach Augenzeugenberichten überfielen sie ein Kino in der Stadt Dhusa-Mareb, als gerade das Halbfinale Deutschland-Italien gezeigt wurde.
Als der Kinobesitzer sich weigerte, die Übertragung auszuschalten, wurde er erschossen. Wenig später töteten die Milizen auf der Straße eine Frau, als eine aufgebrachte Menge gegen den Überfall auf das Kino protestierte.
In Somalia ist nach islamischem Recht die Übertragung von Fußballspielen verboten. Die Islamisten waren angeblich auch darüber verärgert, dass Männer und Frauen gemeinsam das WM-Spiel ansahen.
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