Die Steuerung der kleinen runden Weggefährten beschreibt sich dabei kurz und prägnant: Die Spielfläche wird mit den beiden Schultertasten bedient, um so entweder die Umgebung nach links oder nach rechts zu kippen. Der wabernde Ball rollt dann je nach Neigung unterschiedlich schnell zur einen oder anderen Seite. Beim Drücken beider Tasten springt er auf Plattformen, überwindet Abgründe oder schwingt sich sogar von einer Lineane zur nächsten. Auf diese Weise sammelt LocoRoco eifrig Früchte, um zu einer riesigen Kugel mit maximal 20 kleinen Bällen heranzuwachsen oder sucht nach versteckten Höhlen, um die kleinen Freunde der Rocos zu befreien.
Die Welt der LocoRocos wird nämlich von bösen Mojas angegriffen, schwarze fliegende Aliens, denen die bunte, fröhliche Welt der Kugeln überhaupt nicht gefällt. Wie aufziehende Gewitterwolken erscheinen sie und jagen den LocoRocos gehörige Angst ein. Sobald so ein finsterer Geselle in die Nähe kommt, kreischt die quietschfarbende Kugel „Moja, Moja", um so vor den Angreifern, die einem die kleinen Kugel-Brüderchen und -Schwesterchen entziehen wollen, zu warnen.
Kugelnde Gesangstalente...
Kommt ihr an einer schlafenden Wolke oder an schlummernden Himmelskörpern wie Sonne oder Mond vorbei, kann sich der große Ball in viele kleine LocoRocos teilen. Diese stapeln sich dann zu einer Pyramide und stimmen ein flashiges Kinderlied in LocoRoco-Sprache an. Daraufhin erwachen die schlafenden Zuhörer und lassen ein neues Teil zum Bau des LocoRoco-Heimes springen.
...und Baumeister
Sind genug Bauteile gesammelt, kann zwischendurch am Zuhause der bunten LocoRocos gebastelt werden. Dazu werden die Teile so zusammengebaut, dass die Bewohner nach einem Windstoß möglichst lange über diverse Plattformen, Rutschbahnen oder Wasserräder rollen. Fast so wie bei einem Flipper. So sinnfrei und zeitraubend diese Angelegenheit auch sein mag, für umso mehr Spaß und Unterhaltung ist gesorgt, wenn man die kleinen, bunten Kerlchen möglichst lange in der Luft halten kann.
Noch mehr Abwechslung für zwischendurch
Für noch größere Herausforderungen ist in den drei Minispielen gesorgt, die im Laufe der Reise der Locos frei gespielt werden müssen. Zum Beispiel muss mit dem LocoRoco-Kran viel Geschick bewiesen werden, um neue Kugeln oder Teile für das LocoRoco-Haus aus der Grube herauszuheben.
"Locorocisch" macht "Simsisch" Konkurrenz
Der Stil, die Sprache und die Musik erinnern sehr an "We love Katamari". Wo bei "Katamari" noch japanische Lieder für Unterhaltung gesorgt haben, steht bei LocoRoco klar die eigentümliche, sinnlose Kunstsprache (ähnlich der der "Sims") der LocoRocos im Vordergrund. Egal ob gerade emsig durch die Gegend gerollt wird, Sterne oder Wolken besungen werden oder am Zuhause gebaut wird: die Kunstsprache ist allgegenwärtig und macht zu Beginn auch noch richtig Spaß.
Auf Dauer nervt das Gequietsche dann doch etwas, aber trägt trotzdem zur besonderen, andersartigen Note des Spielflairs bei. Besonders da nicht jeder LocoRoco gleich LocoRoco ist, und verschieden farbige Kügelchen entworfen wurden, die je nach Farbe und Geschlecht auch andere Stimmlagen und Musikrichtungen drauf haben - ob funky oder poppig. Nach fünf verschiedenen Welten mit jeweils acht Stages muss sich der kleine "LocoRoco" dann auch einem fiesen Endgegner stellen, der den Kügelchen alle Spring- und Geschicklichkeitstricks abverlangt.
Fazit: Das Herumrollen in der bunten Kulisse der LocoRoco-Welten macht einfach süchtig und sorgt trotz des sehr einfachen und auf Dauer ähnlichen Level-Designs immer wieder für viel Spielspaß! Schon deswegen und aufgrund der genialen Idee, besonders bei der Umsetzung der Steuerung, überzeugt "LocoRoco" als erfrischendes Sommerspiel allemal! Viel Spaß beim Abrollen!
Plattform: PSP
Publisher: Sony
Krone.at-Wertung: 89%
von Sebastian Räuchle
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