„Portugal war in der Frage des Widerstandes gegen gentechnisch manipulierte Nutzpflanzen bisher nicht aktiv - doch plötzlich macht auch dieses Land bei der EU Druck“, freut sich Umweltlandesrat Rudi Anschober über Zuwachs unter Oberösterreichs Mitstreitern. Konkret versucht Portugal derzeit, bei der EU-Kommission eine Verordnung durchzubringen, die regionale gentechnikfreie Zonen in der Landwirtschaft ermöglichen soll.
„Kommission nicht gegen die Schaffung GVO-freier Zonen“
Dabei ist auch eine Stellungnahme der EU-Kommission zu diesem Vorstoß aufschlussreich: Demnach „ist die Kommission prinzipiell nicht gegen die Schaffung GVO-freier Zonen“, sofern sich die betroffenen Bauern freiwillig darauf einigen und sich die Maßnahmen nur auf ganz bestimmte Pflanzenarten beziehen, deren Anbau als unvereinbar mit dem von der EU verfolgten Prinzip der Koexistenz von gentechnikfreier und die Gentechnik nutzender Landwirtschaft gilt.
Hier setzt auch der weitere Kampf Oberösterreichs an: Zwei wissenschaftliche Studien sollen die enormen Kosten der „Koexistenz“ für Bauern und Konsumenten darstellen und beweisen, dass bei Mais und Raps ein Nebeneinander von Gentechnikfreiheit und Gentechniknutzung in Oberösterreich aufgrund seiner kleinräumigen Struktur nicht geht.
Foto: Chris Koller
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