Fünf Tote

Pilot des abgestürzten Wasserflugzeugs tot

Ausland
03.07.2006 12:20
Der 51 Jahre alte Pilot des am Sonntag in Hamburg in Deutschland abgestürzten Wasserflugzeugs ist in der Nacht zum Montag gestorben. Nach Polizeiangaben ist der Zustand des Vaters eines bei dem Unfall ums Leben gekommenen Zwölfjährigen unverändert. Die beiden Männer hatten sich mit schweren Brandverletzungen aus dem Wrack retten können. Vier der fünf Passagiere verbrannten in den Trümmern. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich damit auf fünf.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Tragisches Ende eines Geburtstags-Rundflugs: Der 12-jährige Bub, der den Flug zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, ist mit drei anderen Opfern in den Trümmern des Wasserflugzeugs verbrannt. Die Mutter des Kindes hatte nicht mitfliegen wollen und war am Boden geblieben.

Beliebte Rundflüge über Hamburg
Das 44 Jahre alte Flugzeug vom Typ Beaver DHC-2 de Havilland war als "Himmelsschreiber" regelmäßig von der Elbe aus nahe der Überseebrücke zu Rundflügen über die Hansestadt gestartet. Die Opfer des Unglücks, das sich bei strahlendem Sonnenschein ereignete, stammen nach den bisherigen Erkenntnissen aus Hamburg und Bremen.

Notlandung nicht geglückt
"Ersten Ermittlungen zufolge hat der Motor des Kleinflugzeugs ausgesetzt", sagte Klaus Gneckow, Brandermittler beim Hamburger Landeskriminalamt. "Der Pilot versuchte noch eine Notlandung auf dem Gelände eines Rangierbahnhofs." Dabei sei die Maschine - nur zwei Minuten nach dem Start - jedoch gegen den hinteren Teil eines Güterwaggons geprallt.

Pilot stirbt nach Rettung aus brennendem Wrack
Der Wagen hatte keine gefährlichen Güter geladen. Das Flugzeug ging jedoch sofort in Flammen auf und zerbrach in mehrerer Teile. Der Pilot selbst sowie der Vater des Jungen konnten sich noch aus dem Wrack retten. Sie wurden mit lebensgefährlichen Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, so der Pilot verstarb. Der Vater des Jungen ist der einzige Überlebende des Unglücks.

Unglücksflug ein Geburtstagsgeschenk
Der Zwölfjährige soll am Unglückstag selbst Geburtstag gehabt haben. Die Feuerwehr war mit 75 Helfern im Einsatz. Experten des Luftfahrt-Bundesamtes Braunschweig untersuchten am Nachmittag den genauen Unfallhergang. Im Anschluss daran sollten die Wrackteile von der Feuerwehr geborgen werden. Die in Hamburg eingesetzte Beaver DHC-2 de Havilland Baujahr 1962 konnte bis zu sieben Passagiere befördern. Die Rundflüge zeigten jeweils 20 Minuten lang aus 600 Metern Höhe den Hafen und die Stadt.

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