Kunden als Täter?

Schon sieben Wettbüros überfallen!

Nach dem siebenten Überfall auf ein Wettbüro in Oberösterreich verzweifeln die Sicherheitsbehörden: Solche Lokale sind völlig ungesichert, haben alle zur selben Zeit das meiste Geld. „Kennt ein Kunde ein Wettbüro, kennt er eigentlich jedes - die haben alle das selbe Strickmuster“, kritisiert Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl. Begonnen hatte die Serie am 27. August 2004 in Grieskirchen: Ein Messermann erbeutete 1000 Euro, konnte trotz Phantombilds bisher nicht gefasst werden.

Dieser Coup ist der einzige, der am Vormittag verübt wurde - alle anderen Überfälle passierten zwischen 21 und 23 Uhr. Wie auf das Wettbüro in Ansfelden, wo am 28. November 2004 zwei Maskenmänner 2000 Euro raubten. Am 11. Jänner 2005 erbeutete ein Schwarzafrikaner in einem Linzer Wettbüro 2000 Euro, am 15. Oktober ein Kapuzenmann mit Haarspray in Leonding 14.800 und am 1. November ein Maskenmann in Enns 2000 Euro. Heuer folgten am 23. Mai und am vergangenen Donnerstag zwei Überfälle auf ein Wettbüro an der Salzburger Straße in Wels: einmal 4000 und jetzt 6000 Euro Beute.

„Diese Wettbüros werden durchwegs von Ausländern besucht - und da vor allem von Jugoslawen“, so Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Die bewaffneten Räuber von Wels sprachen mit jugoslawischem Akzent.

 

 

Foto: Gendarmerie

Montag, 10. Mai 2021
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