Mi, 22. Mai 2019
12.01.2016 11:30

Polizei in Kritik

"Kriminalität nicht totschweigen!"

Viel Kriminalität, wenig Information: Kaum ein Coup in Land und Stadt findet in der Öffentlichkeitsarbeit der Landespolizeidirektion Niederschlag. Will da jemand die Bevölkerung - wie etwa bei den sexuellen Übergriffen in Deutschland - in falscher Sicherheit wiegen? Leser-Reaktionen zeigen: Die Beamten sind im Dauereinsatz

"Bei uns wurde beim Installateur, beim Elektriker, im Supermarkt und auch in ein Modegeschäft eingebrochen. Ich bin heilfroh, dass sich die ,Krone‘ die Wahrheit schreiben traut", schildert eine Leserin aus einem kleinen Ort im Waldviertel. Ein Vorwurf, der bedenklich stimmt: Den Opfern wurde angeblich nahegelegt, keine Anzeige zu erstatten, um die vor kurzem einquartierten Flüchtlinge nicht in Misskredit zu bringen. Noch dazu, wo vermutlich keine Asylanten in die Coups verwickelt waren. Die Vermutungen gehen eher in Richtung ausländischer Profi-Banden.

Das deckt sich auch mit Aussagen von Polizisten draußen auf den Posten, die von einem Maulkorberlass und einem Verbot berichten, Meldungen weiterzugeben. Faktum ist, dass die Presseabteilung in St. Pölten fast nur Unfälle und Brände an die Öffentlichkeit sickern lässt. Auch der Fall jener drei Slowenen, die auf dem Areal der St. Pöltner Kopal-Kaserne Hanf angebaut hatten, wurde erst jetzt - nach deren Verurteilung - vom Gericht publik gemacht.

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