Frieden gefährdet
Kaschmir: Angriff auf indischen Militärstützpunkt
Bei einem Angriff mutmaßlicher Islamisten auf einen indischen Luftwaffenstützpunkt nahe der Grenze zu Pakistan sind am Samstag mindestens drei Sicherheitskräfte und vier Angreifer getötet worden. Drei Beamte wurden laut Behördenangaben zudem verletzt. Hinter dem Angriff wird die Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed vermutet. Die Attacke könnte die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Pakistan gefährden.
Die in Armeeuniformen gekleideten Angreifer seien in der Nacht zum Samstag in den Stützpunkt in Pathankot eingedrungen und hätten dort das Feuer eröffnet, teilten die Sicherheitskräfte mit. Ein ranghoher Sicherheitsbeamter sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Angreifer seien schwer bewaffnet gewesen und hätten größtmöglichen Schaden anrichten wollen. Größere Schäden an der Armeeausrüstung seien jedoch während der studenlangen Belagerung verhindert worden.
Die in Pakistan verbotene Jaish-e-Mohammed kämpft für die Abspaltung der mehrheitlich muslimischen Bergregion Kaschmir von Indien. Indien macht die Gruppe für den Anschlag auf das indische Parlament verantwortlich, bei dem im Dezember 2001 elf Menschen getötet worden waren.
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