01.01.2016 20:01 |

Bei Arbeit, in Shops

Texas erlaubt offenes Tragen von Schusswaffen

Während US-Präsident Barack Obama nun erneut einen Versuch unternimmt, strengere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten durchzusetzen - notfalls auch im Alleingang per Erlass -, erlaubt der Bundesstaat Texas seit 1. Jänner das offene Tragen von Schusswaffen. Das neue Gesetz erlaubt das Tragen von Schusswaffen bei der Arbeit, beim Einkaufen oder beim Essen im Restaurant offen in Holstern am Gürtel oder um die Schulter. Die Bewegung "Open Carry" hatte jahrelang für die Gesetzesänderung gekämpft.

Mehr als 40 der 50 US-Bundesstaaten erlauben das offene Tragen von Waffen bereits, allerdings mit verschiedenen Einschränkungen. Befürworter von "Open Carry"-Gesetzen argumentieren, dass die offen zur Schau gestellten Waffen potenzielle Straftäter abhalten würden. Kritiker entgegnen, dass Polizisten verantwortungsvolle Träger von Waffen nur noch schwer von Kriminellen unterscheiden könnten. Zudem gebe es keine Belege, dass Staaten mit "Open Carry"-Gesetzen sicherer sind, oder es dort zu weniger Schießereien kommt.

Geschäfte und Restaurants in Texas dürfen künftig selbst entscheiden, ob sie Kunden mit offen getragenen Waffen durch entsprechende Schilder den Zutritt verweigern wollen. Befürworter von "Open Carry" haben bereits gedroht, in dem Fall dort kein Geld mehr ausgeben zu wollen. Offen oder verdeckt getragene Waffen bleiben in Bars, Vergnügungsparks, Gotteshäusern, Gerichten und bei Sportveranstaltungen aber verboten.

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