Die Bande war gut organisiert. So stand bei einem Coup im Sportzentrum Auwiesen einer Schmiere, während die anderen Handys aus Kabinen klauten. Dann übernahm der Wächter die Beute und verschwand, damit den anderen nichts nachgewiesen werden konnte. So erbeuteten sie hier 20 Mobiltelefone. Die Handys verkauften die Burschen. Um die Waren anbieten zu können, fälschten sie die Schülerausweise und waren somit älter und handlungsbefugt. Aus Langeweile beschädigten die Kinder - Österreicher und Ausländer - Autos, rissen Tafeln heraus, fuhren mit fremden Radln spazieren, ehe sie diese irgendwo entsorgten.
Durch einen Ladendiebstahl flog die Bande auf. Jener Polizist vom Wachzimmer Kaarstraße, der im Vorjahr einen 80-fachen Exhibitionisten gefasst hatte, brauchte Monate, um alle Fakten zusammenzutragen. „Die Buben haben rund 4500 Euro Schaden angerichtet“, weiß Josef Hackl, Kommandant der Polizeiinspektion Kaarstraße und VP-Sicherheitssprecher. Die Kinder sind angezeigt, einige kommen aber völlig ungeschoren davon, da sie zur Tatzeit ja noch unter 14 Jahre alt waren.
Symbolfoto: Reinhard Holl
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