Neue Abzocke?

Seltsame SMS nun am Festnetz

Oberösterreich
23.06.2006 20:52
Nachdem der Abzocke durch unerwünschte SMS aufs Handy in Oberösterreich im Vorjahr ein Riegel vorgeschoben wurde, gibt es eine neue Art der Belästigung: diesmal am Festnetz. Eine Linzerin bekam eine seltsame Tonband-Kurzmeldung. Die Konsumentenschützer der Linzer Arbeiterkammer werden beobachten, ob sich da womöglich eine neue Einnahmequelle für Abzocker anbahnt oder es sich um Belästigung handelt. Gegen beides kann man sich wehren!

Die Nummer der 49-jährigen Frau steht im Telefonbuch. Als es morgens um 8 Uhr läutete, sie abhob und offensichtlich ein Band lief, legte sie wieder auf. Fünf Minuten später klingelte es erneut, diesmal hörte sie zu: „Hier ist der SMS-Dienst der Telekom“, sagte ganz offensichtlich ein Automat, nannte Datum und Zeit der Mitteilung sowie Nummer des Anrufers. Ganz eindeutig von Telering. Dann war von „Gestern war das so´n shit“ die Rede, gefolgt von sinnlosem Gestammel.

Eva Jaksch vom Konsumentenschutz der Linzer AK kannte das bisher nur von Handys: „Das ist aber wieder abgeflaut, weil man diese Nummern jetzt sperren lassen kann und Warnungen vor Anrufen bei teuren Mehrwertnummern wie 0 900 genützt haben.“

SMS aufs Festnetz könne die Angerufenen eigentlich nichts kosten, dafür müsse ein Vertrag zustande kommen - zum Beispiel durch die Frage, ob man die Nachricht annehmen möchte oder nicht. Wenn man sich durch derartige unerbetene und oft sogar aufdringliche Anrufe - wie sie manchmal auch von Firmen kommen, die etwas verkaufen wollen - belästigt fühlt, kann man Anzeige beim Fernmeldebüro erstatten. „Dem Anrufer drohen dann hohe Verwaltungsstrafen“, weiß Expertin Eva Jaksch.

 

 

Foto: Martin Jöchl

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