Die Nummer der 49-jährigen Frau steht im Telefonbuch. Als es morgens um 8 Uhr läutete, sie abhob und offensichtlich ein Band lief, legte sie wieder auf. Fünf Minuten später klingelte es erneut, diesmal hörte sie zu: „Hier ist der SMS-Dienst der Telekom“, sagte ganz offensichtlich ein Automat, nannte Datum und Zeit der Mitteilung sowie Nummer des Anrufers. Ganz eindeutig von Telering. Dann war von „Gestern war das so´n shit“ die Rede, gefolgt von sinnlosem Gestammel.
Eva Jaksch vom Konsumentenschutz der Linzer AK kannte das bisher nur von Handys: „Das ist aber wieder abgeflaut, weil man diese Nummern jetzt sperren lassen kann und Warnungen vor Anrufen bei teuren Mehrwertnummern wie 0 900 genützt haben.“
SMS aufs Festnetz könne die Angerufenen eigentlich nichts kosten, dafür müsse ein Vertrag zustande kommen - zum Beispiel durch die Frage, ob man die Nachricht annehmen möchte oder nicht. Wenn man sich durch derartige unerbetene und oft sogar aufdringliche Anrufe - wie sie manchmal auch von Firmen kommen, die etwas verkaufen wollen - belästigt fühlt, kann man Anzeige beim Fernmeldebüro erstatten. „Dem Anrufer drohen dann hohe Verwaltungsstrafen“, weiß Expertin Eva Jaksch.
Foto: Martin Jöchl
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