Zu hohe Kosten

Wildwuchs bei Lärmschutz nervt Politiker

Oberösterreich
23.06.2006 20:46
Der offensichtliche Wildwuchs bei Lärmschutzwänden in Oberösterreich nervt auch schon den für den Straßenbau zuständigen Landespolitiker Franz Hiesl (VP) - der schon im Jahr 2000 den damals zuständigen Minister vor der Verordnung, die an allem schuld ist, gewarnt hat. Schon 15 bis 20 Prozent der Baukosten fließen in Lärmschutz, der auch viele Nachteile verursacht.

Nicht immer ist es offenkundig, wer von ausgedehnten Lärmschutzwänden profitieren soll - an der Linzer Autobahn werden Auwälder abgeschirmt, in Sankt Georgen Wände auch schon auf dem Mittelstreifen der Westautobahn errichtet, und bei der neuen Umfahrung Enns wird sogar eine Bahntrasse vor dem Straßenlärm geschützt. „Das bedeutet oft sinnlose Geldverschleuderung“, stellt auch Hiesl fest.

Doch nicht nur finanzielle Nachteile gibt´s, wie Hiesl aufzählt: „Es kommt zu Nebenwirkungen bei Rettungseinsätzen - Zugänge sind erschwert, Hubschrauber können nicht mehr landen; im Winter bringt man den Schnee nur noch mit Fräsen über die hohen Wände; Lenker ermüden in den eintönigen ,Kanälen´ auf den Autobahnen, und der Tourismus jammert, weil keiner mehr die schöne Landschaft sieht.“

Natürlich müsse man wirklich Betroffene schützen, sagt auch Bau-Landesvize Hiesl: „Aber das muss doch alles Maß und Ziel haben!“

 

 

Foto: Chris Koller

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