Mi, 17. Oktober 2018

2 Mrd. Euro Schaden

17.12.2015 15:06

Nächster EU-Skandal: Schummelei bei Sparlampen

Wieder ein EU-Skandal, der die Konsumenten teuer zu stehen kommt: Die Hersteller von Lampen schummeln bei der Angabe des Stromverbrauchs und des Lichts auf der Verpackung ihrer Produkte. Möglich ist das aufgrund schwammiger EU-Bestimmungen, die die Lampenproduzenten auch prompt ausnützen. Schaden: zwei Milliarden Euro im Jahr.

Bei Lampen muss angegeben werden, wie viel Licht sie spenden und wie viel Strom sie verbrauchen. Dabei hat die EU Toleranzgrenzen zugelassen, für die der Konsument jetzt zur Kassa gebeten wird: Lampenerzeuger geben nämlich innerhalb dieser Toleranzgrenzen höhere Lichtspendewerte und einen niedrigeren Stromverbrauch an, als das tatsächlich der Fall ist.

Laut "Süddeutscher Zeitung" ist diese Schummelei der Lampenhersteller "der EU-Kommission bereits seit vier Jahren bekannt, sie duldet die Tricks aber immer noch". Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte der Zeitung, dass man 2011/12 herausgefunden habe, dass die Hersteller der Leuchten die Toleranzen auf die Leistung, die sie für ihre Lampen messen, aufschlagen. So seien die Vorschriften "zwar nicht gedacht, aber sie schließen dieses Vorgehen nicht ausdrücklich aus". Änderungen seien angedacht, würden aber noch eine Weile dauern.

Geschummelt wird bei Haushaltsleuchten, Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen. Weitere Toleranzschummeleien soll es bei Wasserboilern, Waschmaschinen, Kühlschränken und Klimaanlagen geben.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.