Di, 22. Jänner 2019

2 Mrd. Euro Schaden

17.12.2015 15:06

Nächster EU-Skandal: Schummelei bei Sparlampen

Wieder ein EU-Skandal, der die Konsumenten teuer zu stehen kommt: Die Hersteller von Lampen schummeln bei der Angabe des Stromverbrauchs und des Lichts auf der Verpackung ihrer Produkte. Möglich ist das aufgrund schwammiger EU-Bestimmungen, die die Lampenproduzenten auch prompt ausnützen. Schaden: zwei Milliarden Euro im Jahr.

Bei Lampen muss angegeben werden, wie viel Licht sie spenden und wie viel Strom sie verbrauchen. Dabei hat die EU Toleranzgrenzen zugelassen, für die der Konsument jetzt zur Kassa gebeten wird: Lampenerzeuger geben nämlich innerhalb dieser Toleranzgrenzen höhere Lichtspendewerte und einen niedrigeren Stromverbrauch an, als das tatsächlich der Fall ist.

Laut "Süddeutscher Zeitung" ist diese Schummelei der Lampenhersteller "der EU-Kommission bereits seit vier Jahren bekannt, sie duldet die Tricks aber immer noch". Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte der Zeitung, dass man 2011/12 herausgefunden habe, dass die Hersteller der Leuchten die Toleranzen auf die Leistung, die sie für ihre Lampen messen, aufschlagen. So seien die Vorschriften "zwar nicht gedacht, aber sie schließen dieses Vorgehen nicht ausdrücklich aus". Änderungen seien angedacht, würden aber noch eine Weile dauern.

Geschummelt wird bei Haushaltsleuchten, Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen. Weitere Toleranzschummeleien soll es bei Wasserboilern, Waschmaschinen, Kühlschränken und Klimaanlagen geben.

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