Stellenabbau
Allianz streicht rund 7.500 Arbeitsplätze
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte mit einem Arbeitskampf gedroht, falls der Konzern nicht betriebsbedingte Kündigungen bis 2012 ausschließt. Die Allianz will aber nur bis "mindestens Ende 2007" darauf verzichten.
Gewinne versus Jobabbau
"Wer notwendige Maßnahmen auf die lange Bank schiebt, kommt später um so stärker unter Druck", erklärte der Allianz-Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren dagegen, der Milliardengewinn des vergangenen Jahres vertrage sich nicht mit einem Arbeitsplatzabbau.
Wegen Verlust an Marktanteilen
Der Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutschland, Gerhard Rupprecht, begründete die Einschnitte vor allem mit dem Verlust an Marktanteilen. Die Kosten für den Umbau, mit dem Lebens-, Sach- und Krankenversicherung unter dem Dach der Allianz Deutschland gebündelt werden sollen, beziffert der Konzern auf rund 500 Millionen Euro. Zugleich erwartet die Allianz Einsparungen von 500 bis 600 Millionen Euro. Davon würden "sowohl Kunden als auch Aktionäre profitieren".
Versicherungsdienst am stärksten betroffen
Die größten Einschnitte muss dabei der Versicherungsdienst hinnehmen, wo allein rund 3.300 Stellen gestrichen werden. Zudem will die Allianz die Zahl ihrer Verwaltungsstandorte um mehr als die Hälfte reduzieren - von heute 21 auf zehn.
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