Denn das neue Werk der Goo Goos schließt überzeugend an alte Erfolge an und lässt bei jeder Nummer den typischen Gitarren-Rock-Sound der Band durchschimmern. Passend zum neuen Album feiern die Goo Goo Dolls heuer auch ihr 20-jähriges Bestehen und bieten allen Rockballaden-Fans solide Gitarren-Riffs mit eingängigen Melodien.
Die Goo Goo Dolls schaffen es wie nur wenige Rock-Bands derselben Größenordnung nach einem langjährigen, durchaus auch sehr erfolgreichen Bandbestehen - Doppel-Platin-Erfolg mit "A boy named Goo" (1995) und Dreifach-Platin-Hit "Dizzy up the girl" (2002) - noch immer ein wohliges Gefühl von Wärme und Geborgenheit zu versprühen, ohne dass die Songs dabei aufgesetzt oder unecht wirken.
Genauso lässt sich auch das neue Album beschreiben: Die elf neuen Songs brennen sich wie gewohnt mit einer hartnäckigen Eingängigkeit in den Hörgang ein und beschenken die Hörerschaft 42 Minuten lang mit kuscheligen, warmen und gefühlvollen Klängen, welchen man sich gleich nach dem ersten Song "Stay with you" nicht mehr erwehren kann. Dieser gibt auch gleich einen guten Einblick in den weiteren Verlauf der Platte, in der es hauptsächlich, wie sich am Titel "Let love in" schon erahnen lässt, um die Liebe geht.
Auch die Goo Goos haben sich nicht lumpen lassen und sich an ein Cover getraut, welches im direkten Vergleich zu Ronan Keating natürlich um einiges besser abschneidet: Der Supertramp-Klassiker "Give a little bit" wurde von den Truppe mit Punk-Rock-Vergangenheit aus Buffalo mitreißend umgesetzt.
Ansonsten bietet das achte Werk der in Europa eher noch als Geheimtipp forcierten, in den USA aber durchaus als Superstars geltenden Band wenig Überraschendes. Für Fans und solche, die es noch werden wollen, aber ein solides, eingängiges Album mit vielen Rock-Balladen.
Fazit: 7 von 10 Rock-Püppchen
von Sebastian Räuchle
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