Radikale Maßnahme

Krebsgefahr: Elf Cousins leben ohne Magen

Ausland
19.06.2006 22:27
Golda Bradfield starb an einer seltenen Form von Magenkrebs, sechs ihrer sieben Kinder ebenfalls. Elf Enkel der Kalifornierin wählten eine radikale Methode, um diesem Familienschicksal zu entgehen: Sie ließen sich den Magen operativ entfernen.

Als 2003 sogar ein Enkel Golda Bradfields an Magenkrebs starb, schickte der Familienarzt Blutproben zum Gentest. Sie ergaben, dass das CDH1-Gen aller Verstorbenen mutiert war - das bedeutete eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, an Magenkrebs zu erkranken. Elf von 17 lebenden Cousins hatten dieselbe erbliche Deformation.

Ärzte der Universitätsklinik von Stanford rieten ihnen zu einem radikalen Präventivschlag. Einige Betroffene ließen sich gleich den Magen und die umliegenden Lymphknoten operativ entfernen, andere zögerten aus Angst lange, taten es dann aber doch. Zwei Monate nach dem letzten Eingriff gab es jetzt in Las Vegas ein großes Familientreffen. Fröhlich, aber operationsbedingt nicht sehr üppig: Die Cousins können nur noch sehr kleine Portionen zu sich nehmen.

 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
19.06.2006 22:27
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung