Radikale Maßnahme
Krebsgefahr: Elf Cousins leben ohne Magen
Als 2003 sogar ein Enkel Golda Bradfields an Magenkrebs starb, schickte der Familienarzt Blutproben zum Gentest. Sie ergaben, dass das CDH1-Gen aller Verstorbenen mutiert war - das bedeutete eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, an Magenkrebs zu erkranken. Elf von 17 lebenden Cousins hatten dieselbe erbliche Deformation.
Ärzte der Universitätsklinik von Stanford rieten ihnen zu einem radikalen Präventivschlag. Einige Betroffene ließen sich gleich den Magen und die umliegenden Lymphknoten operativ entfernen, andere zögerten aus Angst lange, taten es dann aber doch. Zwei Monate nach dem letzten Eingriff gab es jetzt in Las Vegas ein großes Familientreffen. Fröhlich, aber operationsbedingt nicht sehr üppig: Die Cousins können nur noch sehr kleine Portionen zu sich nehmen.
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