Mi, 19. September 2018

Krank im Advent?

11.12.2015 17:00

Fatales Duo: Stress und Viren

Warum, wir gerade dann eine Infektion einfangen, wenn wir besonders viel zu tun haben und keine Zeit fürs Kranksein bleibt? Weil das Immunsystem bei zu hoher Ausschüttung von Stresshormonen kapituliert.

"Das kann ich jetzt aber gar nicht brauchen", ärgern sich dieser Tage viele von uns, wenn sie durch Fieber, verstopfte, rinnende Nasen und Halsweh mitten aus dem Alltag gerissen werden. Andere wiederum bekommen just am ersten Tag des Urlaubs eine Erkältung und liegen den Rest der Ferien im Bett.

Kein Zufall, sagen Immunologen, sondern eine natürliche Reaktion des Körpers UND der Psyche auf negativen Daueranspannung. Denn unser Organismus ist nur auf kurzzeitigen Stress ausgerichtet, damit wir schnell reagieren können, wenn Gefahr droht. Der Schwall an Hormonausschüttung, die Veränderung von Herzschlag, Blutdruck, Muskelspannung usw. ist dem Körper nicht all zu lange zuzumuten. Denn in dieser Situation nehmen die Substanzen, welcher der Immunabwehr dienen, drastisch ab. Mittlerweile ist bekannt, dass auch seelischer Druck Auswirkungen dieser Art erzeugt. In der hektischen Vorweihnachtszeit oft ein Verdoppellungseffekt - Krankheitserreger haben leichtes Spiel.

Dann genügt auch schon einmal ein einziger Wutanfall, um das System lahmzulegen. So ist man ironischerweise besonders anfällig für die Erkältungsviren seines Kontrahenten, mit dem Streit eskaliert ist. Psychoneuroimmunologen haben festgestellt, dass der Immunabfall aber sogar bis zu sechs Stunden anhalten kann.

Der Ratschlag, sich daher von Stress zu befreien oder ihn zumindest zu reduzieren, ist zwar richtig - aber wie durchführen? Greifen Sie zumindest auf bewährte Möglichkeiten zurück, die Abwehr zu unterstützen: Schleimhäute mittels Lutschtabletten und Dampfinhalation vor dem Austrocknen bewahren, Hals und Kopf warm halten, regelmäßig Hände waschen bzw. desinfizieren, sich ab und zu etwas Gutes tun (für die Psyche!), Saunagänge (nur vorbeugend).

Bereiten Sie sich öfter Kräutertee mit Honig, eine warme Limonade oder eine gute Hühnersuppe zu. Nicht nur die Wärme hilft, auch die kurze Ruhezeit, die Sie sich dafür gönnen müssen.

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