Bis zum Zeitraum 2010/2012 müssen aufgrund von EU-Richtlinien in Österreich die Grenzwerte für Stickoxide in der Atemluft drastisch verringert werden, nämlich gegenüber 2003 auf 30 Mikrogramm pro Kubikmeter - eine Halbierung. Das bedingt entsprechend starke Reduktionen des Ausstoßes von NOx, das vor allem bei Verbrennungsvorgängen in Kraftwerken und Kraftfahrzeugen entsteht und die menschliche Lungenfunktion negativ beeinflusst.
Doch schon wie bei den Feinstaubwerten, „verschlafe“ der Bund in Wien die Vorbereitungen auf diese Grenzwert- und Ausstoßsenkungen: „Durch diese verfehlte Politik drohen dann ab dem Jahr 2010 Akutmaßnahmen, die dann zu massiven Schwierigkeiten bis hin zu wirtschaftlichen Standortgefährdungen führen können“, warnt Umwelt-Landesrat Anschober.
Zwar arbeite Oberösterreich - wie beim Feinstaub - auch bei den Stickoxiden an einem Maßnahmenpaket zur Emissionsabsenkung: „Doch alleine von unserem Bundesland ist das nicht zu bewältigen. Wir brauchen also auch bundesweite und europäische Maßnahmenpakete“, so Anschober. „Und wir müssen rasch Taten setzen, um die Fehler, die beim Feinstaub gemacht wurden, nicht auch bei Stickoxiden zu wiederholen!“
Foto: Erich Petschenig
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