„Gasschnüffeln ist ein gewisser Trend geworden, eine richtige Welle. Da es eine Untergrundbewegung ist, gibt es aber keine konkreten Zahlen, wie viele Jugendliche wirklich gefährdet sind“, ist der Linzer Jugendpsychologe Werner Leixnering besorgt. „Gas wird in Oberösterreich meist von jungen Leuten aus unteren sozialen Schichten geschnüffelt. Es ist leider legal und sehr leicht erhältlich“, klagt Christoph Lagemann vom Linzer Institut für Suchtprävention.
„Zum Teil sind es noch Kinder, die gar nicht wissen, wie sehr sie ihren Körper schädigen. Das Gasschnüffeln greift Leber und Niere an. Außerdem stört es das Atemzentrum im Gehirn und kann zur Erstickung führen“, so Lagemann. Die Wirkung setzt schon nach zehn Minuten ein und ist mit einem Alkohol-Vollrausch vergleichbar. Um das traurige Phänomen zu bekämpfen, plädiert der Suchtexperte für mehr Aufklärung über die Gefahren des Gasschnüffelns.
Der Gasmissbrauch fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz, ist jedoch im Jugendschutzgesetz geregelt. Das Strafausmaß fällt für die unter 18-Jährigen meist milde aus: Sozialdienste sind die Regel, Geldstrafen die Ausnahme.
Symbolfoto: Martin Jöchl
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