Übung wurde ernst

3. Unglück bei Pechvogel: Jetzt brannte Bauernhaus

Oberösterreich
08.06.2006 19:32
Ein Unglück kommt selten alleine - davon kann Familie Hollaus aus Offenhausen ein Lied singen. Zuerst explodierte der Kessel beim Schnapsbrennen und verletzte den Altbauern schwer. Kaum genesen, stürzte er mit dem Traktor ab und erlitt wieder schwere Blessuren. Und jetzt brannte der Vierkanter der sechsköpfigen Familie. Da in der Nähe 13 Feuerwehren übten, konnte zumindest ein Großteil des Hofes gerettet werden.

„Dreimal kommt das Unglück. Hoffentlich haben wir jetzt Ruhe“, sagt Altbäuerin Anna Hollaus (70) kurz nachdem der Hof gelöscht war. Zwei Traktoren und die Ponys der Töchter (6 und 8 Jahre) konnten noch ausgebracht werden. „Als wir eintrafen, stand der Wirtschaftstrakt in Vollbrand“, erinnert sich Einsatzleiter Franz Hofmann. 163 Feuerwehrleute legten bis zu zwei Kilometer lange Schlauchleitungen und retteten Wohnhaus und Stall.

Da es ein Gewitter gegeben hatte, gibt´s zwei mögliche Brandursachen: Blitzschlag oder verwehte Glut - Friedrich Hollaus (74) hatte Reisig verheizt. Der Altbauer hat mit Feuer schon schlechte Erfahrung: Vor zweieinhalb Jahren waren bei einer Schnapskesselexplosion 30 Prozent seiner Haut verbrannt, ehe er im Vorjahr einen Traktorabsturz knapp überlebte.

 

 

Foto: Feuerwehr/Deutsch

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