03.06.2006 12:35 |

UNO-Aids-Konferenz

UNO-Aids-Konferenz endet ohne konkrete Zusagen

Die UNO-Aids-Konferenz in New York ist ohne feste Finanzzusagen zu Ende gegangen. Nach dreitägigen Beratungen hieß es in der Abschlusserklärung lediglich, dass bis zum Jahr 2010 knapp 23 Milliarden Dollar (18 Milliarden Euro) jährlich im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit benötigt würden. Das sind fast drei Mal so viel wie die 6,4 Milliarden Euro, die im vergangenen Jahr dafür ausgegeben wurden.

Die 151 Teilnehmerstaaten verpflichteten sich allerdings nicht auf einen konkreten Zeitrahmen für die Erhöhung der Finanzmittel. Sie sagten aber zu, zusätzliche Ressourcen frei machen zu wollen, um allen Aids-Kranken bis 2010 eine Behandlung zu ermöglichen. Das "Ziel des universellen Zugangs zur Vorsorge, Behandlung, Pflege und Unterstützung" von HIV-Infizierten soll so weit wie möglich erfüllt werden.

Zudem machten die Staaten auf die wachsende Aids-Verbreitung unter Frauen aufmerksam und hielten in der Erklärung das persönliche Recht von Frauen fest, sich gegen eine Ansteckung zu schützen. Dazu wurde in dem Dokument neben sexueller Enthaltsamkeit ausdrücklich das Benutzen von Kondomen erwähnt.

Auch die Verteilung steriler Spritzen, um das Ansteckungsrisiko bei Drogenabhängigen zu verringern, wird gefordert. Zudem verurteilen die Staaten sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und jede andere Form von sexueller Gewalt, wie auch den Menschenhandel mit Frauen und Kindern.