26.05.2006 22:12 |

Falsche Schüsse

Großalarm und Panik wegen Presslufthammer

Presslufthammer statt Pistole: Dutzende Polizisten haben am Freitag ein Regierungsgebäude in Washington stundenlang vergeblich nach einem vermeintlichen Revolverschützen durchkämmt. Ein Anrufer hatte am Morgen Schüsse in der Tiefgarage des zum US-Kongress gehörenden Rayburn-Gebäudes gemeldet und eine umfangreiche Polizeiaktion ausgelöst.

Hunderte Abgeordnete und Mitarbeiter saßen fast fünf Stunden in dem abgeriegelten Gebäude fest. Am Nachmittag kam die Entwarnung: Wahrscheinlich habe der Anrufer Geräusche bei Routinebauarbeiten am Fahrstuhl des Gebäudes mit Schussgeräuschen verwechselt, sagte Polizeisprecherin Kimberly Schneider. CNN berichtete vom Einsatz eines Presslufthammers in der Tiefgarage.

Das Rayburn ist eines der größten Regierungsgebäude in Washington. In dem vierstöckige Bau unweit des Kapitols gibt es zwei Untergeschosse und drei riesige unterirdischen Parketagen. Spezialkommandos drangen in das Gebäude ein und durchsuchten jedes einzelne Büro.

Eine Mitarbeiterin berichtete per E-Mail, ein Polizist sei mit gezückter Waffe in ihr Büro gestürmt und habe nach Eindringlingen gefragt. Der Republikaner Jack Kingston informierte auf seiner Webseite über die Vorgänge. "Schüsse? In unserem Büro sind alle sicher", war dort zu lesen. Eine Frau wurde allerdings nach einer Panikattacke mit dem Krankenwagen abgeholt.